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Mit Almeria beginnt die Costa del Sol an ihrem östlichen Zipfel Südspaniens und wird als der Gemüsegarten Europas bezeichnet. Weil es im Oktober oft noch angenehm warm ist, zieht es viele Urlauber hier her. Die meisten Touristen werden allerdings vom Flughafen auf der Autobahn um Almeria herum Richtung Westen, nach dem ca. 25 km entfernten Roquetas de Mar transportiert, ein an Almeria anschließender Nachbarort. Nach weiteren gut 25 km wurde (und wird) ein weiterer Urlaubsort aus dem Boden gestampft, nämlich Almerimar. Und genau hier verbrachten wir eine Ferienwoche.
Almeria besitzt einen verhältnismäßig kleinen, aber doch recht neuen und modernen Flughafen direkt mit der Start-und Landebahn am Meer. Da wir von Nordosten über die Sierra Nevada auf Almeria zuflogen, zog der Pilot eine große Schleife über dem Meer, so dass wir aus dem Fenster den Küstenstreifen bei Almeria erblickten. Der Boden war entweder mit den typisch weißen Häusern mit ihren roten Dächern oder mit silbrig weißen Planen bedeckt. Dazwischen verliefen die Straßen. Die silbrig weißen Planen reichten bis in die Hänge des hinter dem Küstenstreifen beginnenden Gebirges der Sierra Nevada heran. Später stellten sich besagte Planen als Gewächshäuser heraus.
Nach einer weiteren Kurve nahmen wir Kurs Richtung Osten um zu landen. Ich nehme an, weil der Pilot die Landebahn zwischen den mit Planen abgedeckten Boden nicht fand, musste er durchstarten, um nach einer vollständigen 360° Kurve nach einem weiteren Landeversuch endlich aufzusetzen. Krankenwagen standen bereit, um die mittlerweile käsebleichen Fluggäste aufzunehmen.
Der Bustransport führte auf der Autobahn vom Flughafen um Almeria herum, zurerst nach Roquetas de Mar, einem typischen Touristenort am Meer gelegen. Von hier aus fuhren wir ca. 25 km zwischen plastikbeplanten Gewächshäusern auf einer holprigen, schmalen Straße nach Almerimar. (TOP)
Wir haben es nicht geschafft sie zu besichtigen. Fährt man auf der Umgehungsstraße um Almeria herum, kann man einen kurzen Blick auf die alten Gemäuer der Festung erheischen. Zugegebenermaßen sahen sie nicht gerade einladend aus. Und wenn wir an die engen und verkehrsreichen Straßen Almeria dachten, naja ... .(TOP)
Ein in Spanien üblicher Ferienort, direkt an der Küste mit Hotels vollgestellt und den üblichen Touristenfallen. Schöner langer, gepflegter Sandstrand mit Liegen und Windschutz, auch noch Ende Oktober. (TOP)
Das Turquesa und das Hotel Aquamarina bilden eine
riesige Bettenburg mit ca. 800 Zimmern. Sie besteht aus drei Hochhäusern mit Zimmern, die
alle einen seitlichen Meerblick besitzen. Das baufällige Aparthotel hatte Gott sei Dank
geschlossen, es sah nicht nur abbruchreif aus, es soll tatsächlich abgerissen werden. Im
daneben stehenden Hotel Aquamarina waren hunderte von spanischen Rentnern untergebracht,
und wir paar Deutschen, denen der Reiseveranstalter vergessen hatte abzusagen. Es ging das
Gerücht, daß auch dieses Hotel nach Schließung am 1. November abgerissen werden soll.
Unserer Meinung nach kann man mit diesem Hotelkomplex auch nicht anderes mehr machen. Alle
weiteren Erlebnisse in und mit diesem Hotel erspare ich mir und anderen. Es gibt so
schöne Flecken auf dieser Erde, warum mussten wir gerade hierher geraten.
Kommt man von Roquetas de Mar, nähert man sich auf
einem Hochplateau der Küste und hat einen herrlichen Blick auf Almerimar, den Hafen, und
viele, viele Baukräne, genauso wie 3 riesige Hotelblöcke am Ende des Ortes: Das
Aparthotel Turquesa und das Hotel Aquamarina.
Allein das Hafengebiet ist der Anziehungspunkt in Almerimar. Schön und attraktiv hergerichtet. Hier kann man gut bummeln und in vielen Tavernen einkehren. Im Oktober war hier allerdings nichts mehr los und ich bezweifele, dass im Hochsommer sich viel mehr Touristen hierher verirren.
Hinter den Hotels führt eine in 2001 gebaute sehr
schöne ca. 700m lange Uferpromenade vom Ort aus in Richtung Schutzgebiet. Daran schließt
sich der lange, ca. 30m breite Sandstrand an. Jeden morgen kommt ein Reinigungswagen der
Stadt und säubert den Strand. Ab Mitte Oktober sind allerdings alle Strandbars
geschlossen und sie werden sogar abgebaut. (TOP)
Die Fahrt zum Leuchtturm am Cap de Gata lohnt nicht. Der Weg um Almeria herum und weiter bis zum Ende der Bucht von Almeria, dem Cap de Gata führte durch unattraktives Gelände, vorbei an ärmlichen Fischerhäusern, hochhinauf auf einen Berg, am anderen Ende wieder runter auf einer sehr schmalen Straße. Am Leuchtturm angekommen versperrt ein Bergvorsprung den Blick auf die Bucht von Almeria. Man blickt entweder auf Felsen oder zwischen ihnen hindurch aufs Meer. Ach ja, und an den Leuchturm kommt man nich heran, weil das Gelände gesperrt ist.(TOP)
Nach Granada führen zwei Wege. Der erste folgt der A90 im Norden Almerias heraus durch die Sierra Nevada. Die Strecke wurde uns als sehr reizvoll beschrieben. Viele Western sollen hier gedreht worden sein. Von Almerimar aus bot sich uns eine andere Alternative nach Granada an, ca. 160 km zuerst Richtung Westen auf der Küstenstraße bis Motril, dann in die Sierra Nevada hinein nach Granada. Insgesamt gesehen eine sehr gut ausgebaute Strecke.
Granada ist eine typisch spanische Großstadt am Ende eines Hochplateaus, von dem aus es nach Osten ins Hochgebirge geht, mit sehenswerter Aussicht. Die Alhambra befindet sich auf einem Berg am Rande Granadas, gut ausgeschildert, aber auch von weitem nicht zu übersehen.
An der Auffahrt zur Alhambra winken einen geschäfttüchtige Spanier auf ihre Privatparkplätze, bei der Einfahrt soll das Parken angeblich frei sein, hat man den Wagen abgestellt und will den Parkplatz verlassen, wird man zur Kasse gebeten. An der Alhambra selbst gibt es ausreichend Parkplätze zu vernünftigen Preisen.
Im Eingangsbereich versperrt ein moderner, völlig überlaufener
Kassenkomplex den Zutritt. Elektronische Laufbänder informieren die Wartenden darüber,
zu welcher Zeit man die Alhabra betreten darf, wenn man jetzt die Eintrittskarten erwirbt.
Denn, in die Alhambra werden nur max. 300 Menschen pro halbe Stunde eingelassen. Den
übrigen Park- und Gebäudekomplex dürfen max. 4000 Leute am Vormittag und 4000 am
Nachmittag betreten.
Bei einer individuellen Anreise empfiehlt sich daher die Kartenvorbestellung, zum Beispiel
auf der Alhambra Internetseite denn schon
morgens stehen die Leute Schlange und viele Reisebusse spucken die Besucher mit
vorbestellten Karten aus. Man erhält also 2 Eintrittskarten: Eine für das gesamte
Gelände, den Garten und die frei zugänglichen Gebäude und Ruinenteile, die zweite für
die Alhambra selbst. (TOP)
Das Bergplateau besteht aus einem großen Parkgelände und den vielen
verschiedenen Gebäuden, die um den eigentlichen Palast angeordnet sind. Hat man den
Haupteingang mit der Kartenkontrolle passiert, führen Wege durch wünderschöne Gärten
an der Medina vorbei zum Palastbereich.
Der von außen prunkvoll aussehende Bau den man zuerst erreicht, ist
allerdings noch nicht der eigentliche Palast, sondern der Palast Charles V., das heute das
Alhambra Museum beherbergt. Mit der mit den Eintrittskarten erworbenen Touristenblättern.
Im weiteren Verlauf des Gekändes erreicht man dann die Alcazaba, ein Festungsbereich, von
dem man herrliche Aussichten auf Granada, die Sierra Nevada und die Alhambra geniessen
kann. Irgendwann wird es dann Zeit, sich auf den Weg zum eigentlichen Nasrid Palast zu
machen, um mit der zweiten Eintrittskarte in das eigentliche Refugium der Maurischen
Herrscher zu gelangen.
Schon gleich hinter dem Eingang gelangt man in
Hallen und Gänge mit die reich verzierten holzgeschnitzte Decken und Wänden aus
filigranen Marmorschnitzereien. Das Marmor ist natürlich nicht geschnitzt, doch man fragt
sich, mit welchen Mitteln die damaligen Handwerker diese unglaubliche Vielfalt von
feingliedrigen Ornamenten und Mustern so akkurat herstellen konnten.
(TOP)
In gut zwei Stunden ist man die Küstenstraße von Almerimar bis Malaga
gefahren. Streckenweise direkt am Meer mit wunderschönen Ausblicken auf die Küste und
die Berge.
Besonderes in Malaga gibt es nicht, außer man möchte zu einem Stierkampf. Der einzige
Grund warum wir hierher gekommen sind ist der, weil ich selbst Anfang der 70ger Jahre
meinen ersten Urlaub in Estepona verbrachte. Ich habe heute nichts wiedererkannt. (TOP)
An der Küste war es jeden Tag stürmisch, bei leicht bewölktem Himmel. Der Wind war zu kalt, um sich in Badesachen auf die Liegen zu legen. Die Temperaturen erreichten tagsüber 24° C nachts 18° C. An zwei Tagen hatten wir dichte Wolken, aus denen es an einem Tag auch leicht nieselte.
Es gibt keine. Anlaufpunkt für die kleinen und großen Bedürfnisse ist, wie sooft woanders auch Mc Donalds oder Burger King.
Um Almeria herum führt eine neue Autobahn mit viel Verkehr, die Straßen nach Malaga und Granada sind gut ausgebaut, weit vor Granada ebenfalls eine breite Autobahn. Die Verkehrsdichte war Ende Oktober nicht sehr hoch. In den Innenstädten herrscht allerdings das gleiche Chaos wie auch bei uns. In Acht nehmen muss man sich nur vor den "jungen Wilden" in ihren getunten und tiefergelegten Golf und BMW.
Auch im Oktober ist eine Klimaanlage nützlich. Wir hatten für drei Tage einen Ford Focus. Die Anmietung erfolgte aus dem Katalog (1-2-Fly oder LTU etc.). Mietet man vor Ort, zahlt man fast das Doppelte. (TOP)
Sehr schöne Infos (englisch) über Andalusien sind hier nachzulesen. (TOP)