Click Bild Insel Kos vergrößern

Insel Kos, Griechenland

Urlaub Anfang Oktober 2004

Der Urlaubsort
Psalidi
Hotel Oceanis
Inselrundfahrt
Ausflüge
Kos-Stadt, Asklepieion
Zia, Pyli, Kefalos
Mastihari, Marmari, Tigaki
Sonstiges
Das Wetter

Der Urlaubsort

Kos liegt im östlichen Mittelmeer am Rande der südöstlichen Ägäis direkt vor dem türkischen Festland, das in ca. 7 KM Entfernung zum Anfassen nah erscheint. Die Inseln Kalymnos im Norden und Rhodos im Süden sind nicht weit entfernt. Im Hochsommer kann es hier schon unerträglich heiß sein; aber das trifft ja nahezu für alle Mittelmeerländer zu. Kos gehört zwar zu Griechenland, doch von April bis Oktober ist hier Touristenland. Das typische Griechische Leben findet man während der Touristenzeit nicht. Alle Orte auf Kos leben den Tourismus, egal ob man sich in Kos-Stadt, oder in den künstlich aus dem Boden gestampften Touristenort Psalidi oder in den historisch gewachsenen Orten in den Bergen bewegt.

Die nach Rhodos und Karpathos drittgrößte Insel Griechenlands ist nur ca. 42 Straßenkilometer lang und 9 km breit an seiner engsten Stelle. Lange breite Sandstrände, die in Ortsnähe mit Sonnenschirmen und Liegen zugestellt sind findet man an der Nordküste zwischen Lambi (nahe Kos-Stadt) und Mastichari. Die schönsten Strände säumen das tiefblaue Meer in der Bucht von Kefalos im Süden. Östlich von Kos-Stadt Richtung Psalidi sind die teilweise schmalen Strände sehr steinig bis in Wasser hinein.

Die Insel liegt aber auch im türkischen Erdbebengebiet. Man muss schon mal damit rechnen, dass die Gläser im Schrank klirren und die Bilder nicht mehr so ganz gerade hängen, wenn man heimkommt oder morgens aufwacht. Aber im Gegensatz zu den Türken, haben die Griechen ihre Häuser erdbebensicher gebaut; glaube ich. (TOP)

Psalidi

Psalidi ist eine künstliche Hotelstadt, ca. 5 Km östlich von Kos-Stadt entfernt. Der hier liegende Strandabschnitt ist nicht zubetoniert und man kommt an vielen Stellen frei heran. Aber es handelt sich um Naturstrand und lädt nicht gerade zum Verweilen ein. Naturstrand bedeutet, dass sich außer der Natur niemand darum kümmert, wie er aussieht, außer Naturfreunde, die nach Ihrem Sonnenbad ihren Müll zurücklassen. Die Strände, die zu Hotels gehören, sind sehr gepflegt. Badeschuhe empfehle ich dringenst wegen der Kiesel und Steine bis ins Meer hinein. Mit dem Stadtbus kann man für 0,90 € günstig nach Kos-Stadt fahren. Im Gegensatz zum tristen Hotelort bietet die Stadt viele reizvolle und sehenswerte Ausflugsziele. (TOP)

Hotel Oceanis

Das 4* Hotel Oceanis liegt etwas zurück an der Küstenstraße, die von Kos Stadt zur den Termen von Empros führt, auf der anderen Seite wird das Weitläufige Areal vom Strand begrenzt. Für Gehbehinderte wird es schwierig, weil viele Treppen hinauf zur Rezeption, von dort hinunter zum Poolbereich, von dort nochmals hinunter zum Strand führen. Man kann die Treppen zwar irgendwie umgehen, nur die zur Empfangshalle nicht. Auf der anderen Seite steigern die unterschiedlichen Level die Attraktivität der Anlage. In der Rezeption versehen deutschsprechende Mitarbeiter  sehr  freundlich und hilfsbereit ihren Dienst. Für diesen Bereich, auch für die große Lobby mit vielen gemütlichen Sitzecken, hat das Hotel seine vier Sterne wirklich verdient. (TOP)

Die Zimmer

Das Hotel, im griechischen Stil gebaut, hat 365 Zimmer im Haupt und Nebengebäude. Wir hatten ein sehr ruhiges und schönes Zimmer in der 4. Etage im Nebengebäude mit Meerblick. Es gibt aber wohl Unterschiede in Ausstattung, auch die Lage kann wesentlich zur (Un)Zufriedenheit beitragen. Die Zimmer zur Poolseite (mit Meerblick) bekommen Abends kostenfrei die Beschallung durch die Abendshows. Zimmer zur Straßenseite oder zum Parkplatz sollten eher von Motorlärmunempfindlichen bevorzugt werden, besonders weil in der Nähe eine Cart-Bahn betrieben wird. Nicht so erholsam sind wohl auch Zimmer, die ebenerdig an den verwinkelten Gehwegen liegen.

Unser Zimmer war komfortabel ausgestattet, z.B. Telefon, SAT-TV, Kühlschrank und mit einer Klimaanlage, die nach dem Einschalten uns mit einem ein Lüftchen belohnte, das der Zimmertemperatur von 26 Grad entsprach. Aber weil die Griechen bis 28 Grad Wärme die dicken Jacken anhaben, stößt man auf Unverständnis, wenn man es kühler haben möchte. Die Zimmer wurden gut gereinigt, Wäsche- und Handtuchwechsel regelmäßig. (TOP)

Die Rezeption

Wir können nur Positives über den Service der Rezeption sagen. Wie üblich im Süden, wird zwar schon mal ein Auftrag oder eine Reklamation vergessen, aber eine freundliche Erinnerung sorgt dann doch für prompte Bedienung. Deutsch sprechend sind alle sehr nett, freundlich und hilfsbereit. Wer auch im Urlaub nicht ohne Internet auskommt, darf in der Lobby surfen und wird dafür mit 3,50 Euro die halbe Stunde zur Kasse gebeten. (TOP)

Restaurants und Essen

In der Taverne neben dem Pool und im Hauptrestaurant kann man ganz gut essen. Griechenland unerfahrene Urlauber warne ich davor, das in Deutschland beim Griechen bekannte Essen hier zu erwarten. Hat man seine Erwartungen auf den landesüblichen Stil heruntergeschraubt, ist das Essen gut, Gewürze stehen auf jedem Tisch. Das Essen ist sehr vielfältig und genießbar, es findet eigentlich jeder etwas. Aber, auf Korfu beispielsweise, war die Auswahl an Salaten wesentlich größer und auch abwechselungsreicher.

Die Tische waren immer sauber oder wurden schnell neu eingedeckt. Zu unserer Urlaubszeit beherrschten 2 Oberkellner eine Anzahl ungelernte Hilfskräfte, die Urlauber und den Essensaal, um das Wort Kantine zu vermeiden. Ein Schein in die Tasche eines der Oberkellner zu Beginn des Urlaubs erleichtert den persönlichen Service kolossal. Vergisst man die Trinkgelder, wird man auch leicht bei der Bestellung und Bedienung der Getränke vergessen. In der Hauptsaison gibt es zwei Essenzeiten und das Personal soll sehr gestresst sein. (TOP)

Pool und Strand

Der zentrale große Meerwasserpool ist recht sauber, zu unserer zeit meist leer obwohl mit 23 Grad Wassertemperatur recht erfrischend. Der etwas abseits gelegene große Süßwasserpool bietet viel Ruhe. Alle Liegen haben Auflagen. Der Strand weist einen baumbestandenen Rasenbereich auf, trotzdem finden sonnenhungrige genügend Platz.
Wenn ein kilometerlanger Strand angepriesen wird, stimmt das zwar, aber zum Laufen ist er völlig ungeeignet. Kieselsteine im lockeren Sand erschweren das Gehen, Laufen ist so gut wie unmöglich. Sobald man die sauberen Stränden der Hotelanlagen verlässt (man wird von anderen Hotels nicht verscheucht!) muss man schon ein echter Naturfreak sein, um sich von den Naturstränden angezogen zu fühlen. Ungepflegt und den Naturgewalten ausgesetzt. (TOP)

Ausflüge

Als Kos-Anfänger entschlossen wir uns für eine organisierte Inselrundfahrt. Das war auch ganz gut so, denn die führte uns zu den wesentlichen Sehenswürdigkeiten, ohne uns auf den engen Straßen von den einheimischen Rennfahrern in den Graben drücken zu lassen. In Ermangelung von Sehenswürdigkeiten auf der kleinen Insel, muss man schon mal mit einem Touristenbasar in einem Bergdorf als Sehenswürdigkeit rechnen. Aber, und das hat uns getröstet, es gibt auch wirklich Historisches, wie z.B. die Platane des Hippokrates, den Vater der wissenschaftlichen Medizin, in Kos-Stadt, der auf dieser Insel gewirkt hat, genauso wie einige teilweise restaurierte Ausgrabungsstellen, wie das Asklepieion. (TOP)

Kos Stadt

Ausgangspunkt ist nicht der Yachthafen, sondern der Hafen im Zentrum. Ob es sich wirklich um die Platane des Sokrates handelt, die gegenüber von der durch die Johanniter erbauten Kreuzritterburg steht, ist wohl nicht bewiesen; der Baum ist zumindest schon sehr alt  

Die Fußgängerzone schließt sich gleich vom Hafen aus an. Wir konnten meist unbehelligt durch die Geschäfte in den teilweise herrlich engen Gassen bummeln. Sobald man allerdings auf einen Speiseplan einer Taverne schaut steht einem gleich ein nerviger Grieche oder Türke auf dem Fuß, um einen in sein Lokal zu ziehen. Trotzdem fanden wir eine kleine Taverne mit einer mit Weinblättern überdachten Terrasse, in der wir genüsslich einen Eiskaffee schlürften. Mittags nahmen wir bei einem Türken platz, weil wohl auch hier, wie schon auf Korfu und Rhodos, die Griechen kein Gyros anbieten. Die Preise waren im Allgemeinen human.

Mitten im Zentrum kann man viele alte Ausgrabungsstätten kostenlos besichtigen, wie z.B. ein kleines antikes Theater, ein Stadion oder die Reste einer Akropolis. Neben dem Hafen steht die schon genannte Kreuzritterburg. Montags ist Ruhetag, das wissen wir jetzt auch. (TOP)

Asklepieion

Das in drei Terrassen angelegte antike Heiligtum und Kurzentrum liegt vier Kilometer außerhalb von Kos-Stadt auf einer Anhöhe am Fuße des Kos durchziehenden Gebirges. Hier wurde der Gott der Heilkunst, Asklepios, verehrt. Bild Asklepieion vergrößern? Drück mich! Man vermutet die Entstehung im 4. Jahrhundert vor Chr.. Im Jahr 554 n.Chr. wurde es durch ein Erdbeben zerstört und seitdem von allen möglichen Herrschern in der wechselvollen Geschichte Kos' ausgeplündert. Der Raubbau wurde erst um 1930 gestoppt.

Von hier oben hat man einen wunderschönen Blick auf das Meer mit vielen kleinen Inseln und auf das türkische Festland. Aber ohne die Erklärungen unserer ausgesprochen sachkundigen jungen Griechin (Effey oder so ähnlich) in sehr gutem Deutsch, hätten wir die vier Euro nur für die Aussicht bezahlt. (TOP)

Zia

Über enge kurvenreiche Passstraßen rumpelte der Bus weiter in das Bergdorf Zia. Hier ist der Tourismus zuhause. Direkt an der den Ort durchziehenden Straße haben die Griechen ihren Basar mit den üblichen Touristensouvenirs aufgebaut. In den einfachen Tavernen kann man urtypisch auf klapprigen Holzstühlen sein Bier oder eine Orangensaftplörre für teures Geld bestellen. Wer gut zu Fuß ist kann, dann noch eine kleine Bergkirche besichtigen. Die Aussicht hier oben ist allerdings die Reise wert. (TOP)

Pyli

Der schmucke Ort ist weniger auf Touristen eingestellt. Auf dem Dorfplatz eine recht hübsch anzuschauende Taverne. Etwas versteckt, westlich des Dorfplatzes steht ein aus Steinquadern im 16. Jahrhundert gebauter Brunnen, aus dem nie versiegend glasklares und immer konstant 9 Grand kaltes Quellwasser sprudelt. Nicht weit davon stehen Reste einer Befestigungsanlage, die seinerzeit das kostbare Nass vor Piraten geschützt hat. (TOP)

Kefalos

In schneller Fahrt brauste der Bus über die Hauptstraße am Flughafen vorbei nach Kefalos, am Westende der Insel. Leider blieb keine Zeit, um das wohl romantische Bild Bucht Kefalos vergrößern? Drück mich! Dorf mit traditionellen Kaffeehäusern, Geschäften und Gemischtwarenläden und weiteren Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Was blieb, war eine schöne Aussicht oberhalb der weitgeschwungenen Bucht mit wirklich schönen Sandstränden und ein Mittagessen bei einem Deutschgriechen, bei dem es griechisches Essen gab, so wie man es in Deutschland kennt. Nur mit mittlerweile 2 Busladungen voll hungrigen Deutschen und Engländern waren die Wirtsleute hoffnungslos überfordert, so dass wir unser Essen in den letzten 10 Minuten vor der Abreise der Busse verschlingen und die Rechnung während des Sprints zum Bus begleichen mussten. In solchen Fällen ist man natürlich als Individualreisender im Vorteil.

Die Rückfahrt führte wieder am Flughafen vorbei in das Dorf Antimachia, in dem sich zum Nachmittag alle Busse dieser Insel trafen, um die Menschen durch ein kleines original griechisches Landhaus zu schleusen. Ein paar Fotos noch, und das war's dann. (TOP)

Mastihari, Marmari, Tigaki

Im Norden, ungefähr von Kos Stadt über Tigaki, Marmari bis Mastihari ziehen sich lange Sandstrände. Allerdings ist hier der Hund begraben, denn die Orte sind im wesentlichen nur eine Ansammlung von Hotels, wobei es auch sehr gute und schöne Hotels hier gibt, die teilweise in Familienbesitz sind. Auch habe ich gehört, dass es hier Bereiche gibt, die fest in englischer Hand sind; leider weiß ich nicht genau welche... . (TOP)

Das Wetter

Um es kurz zu machen, es war immer das gleiche: Warmes, mediterranes Klima, 7 Tage blauer Himmel, Sonne, keine einzige Wolke, in der 1. Oktoberwoche tags/nachts 28/20 Grad, Wasser 23 Grad. Einfach traumhaft. (TOP)

Zurück auf die Page