Neuseeland

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Reisebericht Südinsel Neuseeland 2010
Reisebericht Nordinsel Neuseeland 2010

im März 2010

Als wir 2008 von unserer ersten Ozeanienreise zurückkehrten, waren wir uns einig, dass wir da so schnell nicht noch einmal hinkommen. Doch gerade die in Neuseeland gesammelten Eindrücke spukten immer wieder in unseren Köpfen herum. Wie von einer geheimnisvollen Macht gesteuert, hatten wir plötzlich doch wieder einen Plan. Mit vier Wochen im März wollten wir uns die Zeit nehmen, diese beiden wunderbaren und faszinierenden Inseln zu bereisen, obwohl uns ein 26 stündiger Flug von London aus bzw. 36 Stunden Reisezeit bis Auckland bevorstand. Mit der Zeitverschiebung zusammen sind wir dann 3 Tage später am Ziel.

Anders als bei der ersten Reise, in der wir in viel zu kurzen drei Wochen beide Inseln durchquert hatten, wollten wir uns diesmal viel Zeit für die Einzelheiten nehmen. Dort, wo es uns damals gut gefallen hatte, wollten wir mehr Zeit verbringen. Ziele, die der kurzen Reisezeit zum Opfer fielen, wollten wir aufsuchen. Und wenn uns noch weitere Ziele während der Reise anziehen würden, oder das Wetter uns vertreiben oder anlocken würde, wollten wir flexibel reagieren und auch mal länger bleiben. Der Reiserahmen stand zwar fest, Abweichungen davon waren jedoch willkommen.

Als Ausgangspunkt sollte wieder Christchurch auf der Südinsel dienen, um den nördlichen Teil der Südinsel zu besuchen. Das erhöhte zwar die Zeit der Anreise auf knapp 40 Stunden, aber auf die 4 Stunden kam es nun auch nicht mehr an. Christchurch und Akaroa gehörten schließlich auch zu den Wunschzielen. Nach der Überfahrt auf die Nordinsel wollten wir nur den ganz hohen Norden mit der 90-Mile Beach aussparen, alles andere machen wir vom Wetter abhängig. Im März (Spätsommer) sind die Nächte noch nicht so kalt wie im April, tagsüber sind noch 20 bis 25 Grad und die Tage sind bis 20 Uhr noch hell. Im April geht auch wegen der Winterzeit die Sonne schon kurz nach 18 Uhr unter.

Reiseverlauf

Flugroute

Hier geht's zu den Abschnitten

Gute Omen, schlechte Omen

Fliegen mit Air New Zealand

Der Hinflug

Der Rückflug

Das KEA - Wohnmobil

Holidayparks in NZ

Linkliste

 

 

 

Ein Flug nach Westen mit Zwischenlandung in den USA ist nur unwesentlich weiter, als ein Flug über die Ostroute via Honkong oder Singapur.

Gute Omen schlechte Omen

11 Flüge über zig Tausend Kilometer im Jahr 2008 legten wir auf unserer ersten Reise nach Australien und Neuseeland ohne jegliche Probleme oder Verspätung zurück. Auch im Vorfeld der Reise lief alles nach Plan und wie am Schnürchen. Doch das war wohl die berühmte Ausnahme von den Ausnahmen. Nicht nur im Vorfeld dieser Reise beunruhigten uns Ereignisse auf dieser Welt, auf die wir keinen Einfluß hatten und die uns in eine Richtung steuern könnten, die wir uns nicht wünschten.
Trotz allem, wir hatten insgesamt gesehen wieder Glück mit unseren Flügen und den Verbindungen. Auch die Koffer kamen immer mit uns an.  (TOP)

Der Hinflug

Bei dieser Reise stand die Westroute über die USA doch zur Debatte, obwohl wir uns den amerikanischen Einreiseformalitäten stellen müssen, die man auch bei einem Transit in Kauf nehmen muss. Grund war die auf dieser Route fliegende Boeing 747, die noch 2er Premium Economy Sitzplätze anbietet. Aber die großen Probleme türmten sich unerwarteter weise und plötzlich schon zu Hause vor dem Abflug auf.

Paderborn - London Heathrow mit Lufthansa

Nach London führen viele Wege, doch manche sind dornig. Von Hannover oder Düsseldorf passten die Anschlusszeiten in London nicht. Die Lufthansa hatte in 2009 die Verbindung von Paderborn zum Drehkreuz nach Frankfurt eingestellt und so blieb nur noch der (Um)Weg über München nach London. Zu allem Überfluß machte man uns schon beim Einchecken auf eine Stunde Verspätung aufmerksam, in München sei Eisnebel und niemand könne dort landen. Nach dieser Stunde ließ uns die Mitteilung auf noch weitere drei Stunden (vielleicht auch mehr) Verspätung den Lufthansa Service Schalter stürmen. Den Anschlussflug mit Air New Zealand hätten wir damit knicken können und die nette Servicekraft bestätigte diese Einschätzung mit den Worten: "Nach London kommen Sie heute nicht mehr".
Sollte die Reise zu Ende sein, bevor sie überhaupt angefangen hat?

Auf unser Betreiben hin wurden wir dann sofort umgebucht auf die Air Berlin Maschine nach London Stansted. Im Schweinsgalopp lotste uns ein Angestellter ein zweites Mal heute durch die Sicherheitskontrollen zum Flugzeug, das schon mit laufenden Motoren praktisch auf der Startbahn stand. Auf dem Weg in die vorletzte Sitzreihe trafen uns viele vorwurfsvoll abstrafende Blicke: "Na, wieder mal nicht aus dem Bett gekommen?" Wir waren nur froh, heute noch nach London zu kommen.

Mit einem lauten Knall der Steine, die uns vom Herzen fielen, kam eine gute Stunde später auch das Gepäck auf das Kofferband von London Stansted. Die Zeit war einfach zu knapp um sich noch mit den Fahrplänen der Flughafenshuttle nach Heathrow zu beschäftigen, aus diesem Grunde nahmen wir die sündhaft teure, aber bequeme Taxifahrt in Kauf. Schließlich bekommen wir von der Lufthansa die Kosten ersetzt. Nach rund 100 Km und einer guten Stunde wurden wir direkt am Terminal 1 in Heathrow abgesetzt. Zeitlich gesehen waren wir jetzt noch eher vor Ort, als wenn wir diesen dummen Umweg über München gemacht hätten. Der vernachlässigbare kleine Nachteil bestand nur darin, dass wir uns immer noch mit dem Gepäck abschleppen mussten.

London Heathrow - Los Angeles mit Air New Zealand

Man muss Zeit und Geduld haben im Flughafen in Heathrow. Nach der Sicherheitskontrolle - ohne Körperscanner - gelangt man durch diverse Parfümabteilungen in eine große Verteilerhalle, von deren Decke auf Monitoren das Abflug-Gate maximal eine dreiviertel Stunde vor dem Öffnen des Gates angezeigt werden. Daneben stehen die Fußwegzeiten zu den Gates; im ungünstigsten Fall braucht man bis zu 20 Minuten. Unser Gate war 20 Minuten entfernt.

Nach 10:30 Stunden reiner Flugzeit, die wir auf einer Po-Backe abgesessen haben, ob mit oder ohne Schmerzen sage ich nicht, landen wir am späten Nachmittag in L.A. Froh, uns etwas bewegen zu können stellen wir uns in die Schlange bei der Einwanderungs-Kontrolle für Transitreisende. Welche Einreiseformalitäten zuvor zu beachten sind, ist meiner Webseite USA - Allgemein zu entnehmen. In einem kleinen Warteraum versucht uns Air New Zealand mit typisch amerikanischen Erfrischungen wie scheußlich schmeckenden amerikanischen Kaffee in Styroporbechern, Pepsi und anderen Softgetränken sowie Chips und ähnlichen Tütensnacks etwas aufzuheitern und die Wartezeit bis zum Weiterflug mit derselben Maschine zu verkürzen.
Einen Stop Over L.A. hatten wir nicht vorgesehen, weil wir ein Jahr zuvor erst hier waren, allerdings ohne die Ahnung, heute schon wieder hier aufzutauchen.

Los Angeles - Auckland mit Air New Zealand

Die Floskel Du wirst den Tag nicht mehr erleben bewahrheitet sich bei diesem Flug. Es pssiert nichts schlimmes, kein kribbeln oder so. Man merkt eigentlich gar nichts davon, außer dass der Datumszähler der Armbanduhr nicht mehr ganz mit kommt. Man besteigt also am Mittwoch Abend das Flugzeug. Um nicht Wahnsinnig zu werden denkt man am besten gar nicht über Tageszeiten nach und lässt sich direkt Freitag Morgen in Neuseeland absetzen. Dieser Donnerstag fehlt einem in seinem Lebenslauf.

Zurück zur Reise. Nach 12 Stunden reiner Flugzeit, die wir auf der anderen Po-Backe (die Schmerzen verschweige ich immer noch) abgesessen oder zeitweise schlafend verbracht haben, landen wir also am frühen Morgen in Auckland. Air New Zealand hat uns in der Premium Economy Class mit dem gleichen sehr guten Essen (und Wein) verwöhnt wie die Business Leute und deshalb stehen wir doch recht ausgeruht am Kofferband. Der kleine Beagel wird am Handgepäck der am Kofferband Wartenden schnüffelnd nach verbotenen Lebensmitteln vorbeigeführt. Auch wenn man national weiterreist, man muss mit den Koffern durch den Zoll. Gleich in der Ankunftshalle links können die Koffer, wenn sie durchgecheckt sind, wieder aufgegeben werden. Die Einreise ist unproblematisch, wenn der Pass und die an Bord einfach auszufüllende Einreisekarte in Ordnung sind.

Auckland - Christchurch mit Air New Zealand

Für einen Inner-Neuseelänischen Weiterflug kann man sich in ca. 5 Minuten Fahrzeit mit dem kostenlosen Shuttle-Bus zum Domestic Terminal bringen lassen. Für unseren Anschlussflug nach Christchurch hatten wir 3 Stunden Umsteigezeit eingerechnet, die völlig ausreichte. Bei Sonnenschein genossen wir den eine gute Stunde dauernden Überflug über die Nordinsel, die Cook-Street, den Marlborough Sound und die Bergwelt der Südinsel nach Christchurch.

Wir haben uns in der Vergangenheit immer wieder über den gleichen guten Standard auf der ganzen Welt der IBIS Hotels erfreut. Es sind zwar kleine Zimmer, jedoch sauber und ordentlich und i.d.R. mitten in den Zentren. Auch das IBIS in Christchurch fällt in diese Kategorie. Und wir konnten sogar um kurz nach 11 Uhr morgens unser Zimmer ohne Aufpreis beziehen. Nach einem solchen Flug macht die Übernahme von Mietwagen oder Wohnmobil keinen Sinn. Es reichte gerade noch dazu, am Nachmittag mit meinen noch aktiven Gehirnzellen irgendein englisches Kauderwelsch ins Telefon zu babbeln, um die Abholzeit am nächsten Morgen mit KEA klar zu machen.   (TOP)

Der Rückflug

Wir nahmen die gleiche Route wie bereits beim Hinflug via Los Angeles. Aber auch hier erwarteten uns kleinere und mittlere Aufreger.

Auckland - Los Angeles mit Air New Zealand

Die Fahrzeit in der rush hour aus der City von Auckland zum International Airport kann schon mal 2 Stunden betragen, an diesem Karfreitag (Good Friday) waren wir schon in knapp 45 Minuten am Ziel. Es dauerte eine geraume Zeit, bis die gute Frau am Checkin Schalter mit ihrem Computer klar kam und unser Gepäck nicht nach London Gatwick, sondern via London Heathrow bis Paderborn durchchecken konnte. Die Sicherheitskontrolle verlief dagegen unspektakulär, so dass wir uns drinnen wieder mit Wasserflaschen versorgen konnten. Auf großen Bildschirmen fesselte ein Rugbyspiel zwischen Neuseeland und Australien sogar vorbeigehende Piloten und das Sicherheitspersonal. Für uns war es nur ein lustiger Zeitvertreib, wie die Sportler sich immerzu am Boden wälzten. Irgendwann schnappte ich eine Durchsage auf, in der Los Angeles vorkam, verstand sie aber nicht richtig. Etliche Reisende stürmten auf einen Ausgang am Ende der Halle zu. Nach einigem Suchen fand ich jemanden, der uns auf Nachfrage ebenfalls in die Schlange schickte.

Männer und Frauen wurden nach einer weiteren Pass-, und Ticketkontrolle in getrennte Schlangen sortiert. Schuhe ausziehen, Gürtel entfernen, dann wurden wir gefilzt, aber so richtig. Dass wir uns nicht nackig ausziehen mussten war alles. Schuhe wurden gebogen und geknickt und die Sohlen abgesucht, das Handgepäck wurde von den Uniformierten eigenhändig aus- und wieder eingepackt, Brillenetuis wurden geöffnet und abgetastet, Schirme aufgespannt und begutachtet. Die im Sicherheitsbereich zuvor gekauften Wasserflaschen wurden einkassiert. Nachdem sich alle wieder angezogen hatten, führte eine Rolltreppe nach unten zu einem eigens für USA-Flüge reservierten Gate. Hier gab es nur noch einen Ausgang, nämlich den ins Flugzeug. Übrigens konnte man am Gate auch wieder Wasserflaschen kaufen.

Der Nachtflug bis L.A. dauerte 11:30 Stunden. Wir erlebten an diesem Tag den längsten Karfreitag unseres Lebens: 22 Stunden in Auckland, 12 Stunden während des Fluges, und nochmal 10 Stunden beim Weiterflug von L.A., alles in allem also 44 Stunden Karfreitag. Aber dafür hatte man uns den 4.März auf dem Hinflug gestohlen.

Die grüne Einwanderungskarte brauchten wir diesmal bei der Einwanderungskontrolle in L.A. nicht. Wow! Aber warum, weiß ich nicht. Nach dem Hinterlassen der Fingerabdrücke beider Hände und dem obligatorischen Foto, diesmal ohne Brille auf der Nase, bekamen wir den Einreisestempel und durften uns wieder in den gleichen kleinen Raum aufhalten, wie schon beim Hinflug.

Los Angeles - London Heathrow mit Air New Zealand

Nach 9:30 Stunden reiner Flugzeit sollten wir in London landen. 2 Stunden zuvor gab es Frühstück, aber das wurde plötzlich durch hektisches Abräumen unterbrochen. Keiner wusste genau was los war, bis der Pilot eine Durchsage machte:"...unfortunately... bad news ... London Heathrow is closed ... Manchester...". Der Sinkflug begann augenblicklich nach einer Kursänderung mit dem Anflug auf Manchester! Und schon wieder hatten wir das doofe Problem mit der Lufthansa und München. Denn den Anschluss in Heathrow konnten wir jetzt natürlich vergessen. Dabei hätten wir ja von Manchester direkt mit Air Berlin nach Paderborn ... .

15 Minuten später merkten wir schon wieder eine Kursänderung, und zwar wieder nach London, der Flughafen war wieder geöffnet worden. Nach 3 Warteschleifen über der Stadt wegen des jetzt herrschenden Chaos am Himmel, landeten wir trotz Allem noch eine halbe Stunde vor der planmäßigen Ankunftszeit. Das war vielleicht eine psychologische Achterbahnfahrt.

London Heathrow - München mit Lufthansa

Im Flughafen war der Teufel los. Durch die Schließung des Flughafens ist alles durcheinander geraten. Vor dem Lufthansa Ticket Bereich wartete eine 100 m lange Schlange mit Koffern, aber wie wir erfreut feststellten, ging es um das reboarding anderer Flugnummern. Die Schlange an dem anderen Schalter war kürzer, doch wir konnten unser Ticket am Automaten ziehen. Unser Gepäck wird ja bis Paderborn durchgecheckt. Gott sei Dank. Unsere beiden Plätze waren die einzigen, die noch frei waren - einer vorne, einer in der Mitte. Doch pünktlich ging heute kein Flug mehr. Die Gate-Ankündigung für München wurde halbstundenweise nach hinten korrigiert, was eine entsprechende Verspätung zur Folge hatte.

1 Stunde nach der eigentlichen Abflugzeit stand endlich die Gate-Nummer auf der Anzeige, der Weg dorthin betrug nur 5 Minuten. Mit rund 2,5 Stunden Verspätung hob der Flieger endlich ab, nachdem er auf der Startbahn noch 9 andere Flugzeuge vorlassen musste - Nachwirkungen des geschlossenen Flughafens. Warum das ganze Flugzeug bis auf uns und noch 5 andere Erwachsene mit englischen Schülern im Vor-Teenageralter gefüllt war, wir wissen es nicht.

München - Paderborn mit Lufthansa

Im Laufschritt und nach erneuter Passkontrolle erreichten wir den Bus zum Flug nach Paderborn. Was waren wir froh, dass wir pünktlich in der Heimat landeten, und sogar die Koffer auf des Kofferband purzelten. Was für eine 48 stündige Tour von der anderen Seite der Welt.  (TOP)

Air New Zealand

Air New Zealand fliegt von London nach Auckland. Die Westroute führt u.a. via Los Angeles und weiter mit der gleichen Boeing 747, die 2er Premium Economy Sitzplätze aufweist. Die Ostroute geht via Honkong mit der Boeing 777, in deren Maschinen ausschließlich 3er Premium Economy Sitzplätze angeboten werden.

Premium Economy bei Air New Zealand

Bei den langen Flugzeiten wollten wir uns nicht in die engen Lufthansa Sitze quetschen. Weil die Deutsche Renommier-Airline meint, keine Premium Economy Sitze anbieten zu müssen, entschieden wir uns für Air New Zealand und frühzeitig gebucht bekamen wir auch auch einen annehmbaren Preis. Mit einem guten Meter Sitzabstand hat man eine sehr gute Beinfreiheit, auch macht es nicht viel aus, wenn der Vordersitz in die Schlafposition herunterbewegt wird. Die Sitzbreite ist allerdings unwesentlich anders als in der Economy. Die Fußstützen sind für größere Leute nicht sehr optimal, die Rückenlehen lassen sich etwas mehr neigen, als bei den Economy Sitzen; ist zum Schlafen recht angenehm. Die Business Class ist mit Einzelsitzen ausgestattet, der Stewart kommt zum Betten machen und man liegt dort ganz flach. Aber bis auf die Benutzung der Lounge genießt man sonst den Business Class Standard. Der Service ist unbestritten hervorragend. Der Aufpreis für die Business Class ist meiner Ansicht nach aber nicht gerechtfertigt. Ganz aktuell ist noch zu sagen, dass Air NZ die Sitze der Premium Economy komplett erneuert, und damit noch mehr Komfort anbieten möchte.  (TOP)

Wohnmobil von KEA

Neuseeland ist das klassischste aller Wohnmobilländer und das mit Recht. Deshalb gibt es wohl auch eine große Auswahl von national und international agierenden Wohnmobilvermietern. Wie gut oder wie schlecht sie sind kann ich nicht beurteilen, ich weiß jedoch eines: Bei KEA mietet man zwar eines aus der oberen Preisklasse, aber man erhält dafür eine sehr gute Gegenleistung. Sehr hohe Versicherungssummen (nicht alle Neuseeländer sind versichert), eine Null-Selbstbeteiligung bei selbst verursachten Schäden. Auch die Dieselsteuer ist inklusive. Wohnmobil Wohnmobil Wir hatten ein 4 Bett Wohnmobil bei Kea Campers gebucht, Länge 6,8m, Breite 2,2m, Höhe 3,1m, Innenhöhe 2,0m. Es hatte die ideale Größe für uns beide, es musste keiner in den Alkoven. Die Küche war voll und komplett ausgestattet. Keine Sternchen, keine Extrakosten. Wünsche nach weiteren Decken werden gerne kostenlos erfüllt. Ein großes Plus sind die Betten in dem von uns gemieteten 4er Wohnmobil. Die Sitzecke ist in 5 Minuten umgebaut in zwei 2 m lange und mindestens 90 cm breite sehr bequeme Betten, kein "Rücken" morgens beim Aufstehen. Der Rückbau dauert auch keine 5 Minuten. Die gesamte Raumaufteilung ist sehr gut, etwas klein geraten ist die kombinierte Kabine mit Toilette/Waschbecken/Dusche. Stauraum ohne Ende (wenn allerdings wirklich 4 Erwachsene reisen sollten, dann wir es eng).
+ Bei der Anmietung in Christchurch betreute uns immer ein deutschsprachiger Mitarbeiter, in Auckland bei der Abgabe hätten wir auch mit einem deutschen Mitarbeiter sprechen können.
+ Die Einrichtung mit Geschirr und elektrischen Küchengeräten ist komplett und inklusive.
+ Die Wohnmobile sind nicht älter als 2 Jahre und sehr gepflegt.
+ Die Hotline ist gut erreichbar, man kann sich auch mit einem deutschsprachigen Mitarbeiter verbinden lassen.
+ Taxi vom Hotel / Flughafen bzw. zum Hotel/Flughafen ist inklusive.
+ Auf Wunsch steht ein deutschsprachiger Mitarbeiter zur Verfügung.
+ Kartenmaterial, Campingführer, Navi komplett und gut.
+ Das 4er Wohnmobil ist optimal für unsere 2 Personen Bedürfnisse ausgestattet, die Bettengröße und -bequemlichkeit einmalig gut.
+ Der 2,4 Liter Dieselmotor ist leistungsstark, das ist im Gebirge wichtig. Der Verbrauch liegt bei 14 Liter Diesel/100 Km, der Liter kostete in 2008 $1,45 (0,75 Euro), in 2010 $1,12 (0,60 Euro) pro Liter. Hier der Link für die aktuellen Benzinpreise
o Das Autoradio mit CD hat sehr gute Tonqualität, spielt aber keine MP3 CDs ab.
o Der Pizzagrill im Gasherd ist eine sehr gute Idee, doch er grillt ungleichmäßig, vorne bleibt's roh, hinten wird's schwarz.
- Der Flachbildschirmfernseher empfängt nur selten mal einen Fernsehsender, der Ton des DVD Players geht über den Fernseher und ist grottenschlecht.

Ein Navi ist sehr hilfreich zum Auffinden von Campingplätzen oder touristischen Zielen. Auch in Städten führt es einen sicher zum Ziel oder wieder auf den rechten Weg. Es weiß natürlich nicht, ob man mit seinem 2,20m breiten Wohnmobil auch durch die engen Straßen kommt, oder ob eine Brücke weniger als 3,10m Durchfahrthöhe hat. Man muss auch die richtigen Optionen einstellen, sonst wird man durch Wohngebiete anstatt außen herum geführt, oder stundenlang über enge schmale Straßen durchs Gebirge geleitet anstatt einfach auf kurzem Weg mit der Autofähre. Aber das liegt ja bei jedem selbst.   (TOP)

Campingplätze in Neuseeland

Wild campen in Neuseeland ist der Traum aller Naturfreaks und Abenteurer. Das ist auf der Südinsel noch etwas einfacher als auf der Nordinsel. Wichtig ist eigentlich nur, dass man sich nicht verkehrsbehindernd aufstellt oder auf ein "Private Property" - man möchte ja in Deutschland auch keine Camper auf seinem Grundstück stehen haben. Doch das wilde campen wird in Neuseeland immer mehr eingeschränkt und ist an vielen Stellen schon verboten. Oft liegen die schönsten Stellen zum Übernachten abseits der befestigten Straßen und man gelangt nur über Feldwege dort hin. Die Anfahrt mit einem großen Wohnmobil ist fast ausgeschlossen. Die Regierung Neuseelands bietet deshalb als Alternative die sog. DOC Campingplätze (Department Of Conservation). Diese gibt es in den verschiedensten Ausstattungsklassen von "kein Strom und Toilettenhäuschen" bis "volle Ausstattung". Sie liegen oft abgelegen, sind nur auf unbefestigten Straße (gravel road) erreichbar. Die Preise sind sehr günstig, abhängig von der Ausstattung. Ob große Wohnmobile erlaubt ist, muss man vorher prüfen. Und wenn, sind die Anzahl Plätze beschränkt.

Neuseeland hat aber eine Vielzahl von Campingplätzen, Holiday Park oder Motorcamp genannt. Sehr komfortabel ausgestattet und in der Regel sauber und ordentlich, im Deutschen Sinne, sind die TOP 10 Holiday Parks. Sie gehören auch mit zu den teuersten. Sie bieten einen sehr umfangreichen Ausstattungsstandard. Bei KEA, im Internet bei TOP 10 oder direkt im Office eines jeden Platzes, kann man sich eine Mitgliedskarte besorgen, dann erhält man 10% auf den Preis. I.d.R. liegen die Plätze sehr schön. Es gibt aber auch Plätze direkt an den Highways. Etwas günstiger im Preis sind die Kiwi Holiday Parks. Wer es etwas rustikaler mag (i.d.R. sauber und i.d.R auch ordentlich, im Deutschen Sinne) aber mit weniger Ausstattungsklimbim, ist hier gut aufgehoben. Viele andere Holiday Parks sind in anderen Ketten zusammengeschlossen, wie z.B. die unter dem Siegel HAPNZ (Holidayparks New Zealand), die meist recht günstig im Preis sind. Hier muss man vorher schauen ob es einem zusagt. Wenn es sich um Betreiber aus dem deutschsprachigen Raum handelt, ist man besser dran als bei anderen. Ein gutes Beispiel ist der Parklands Marina Holiday Park in Picton, auf dem wir immer wieder gerne sind. Wir finden ihn viel schöner als z.B. den ortsansässigen TOP 10 Platz.
Das genaue Gegenteil ist der heruntergekommene Holiday Park in Hahei auf der Cormandel Halbinsel. Er gehört zu den teuersten Plätzen auf unserer Reise 2010. Wenn nur diese unverschämt schöne Lage direkt am Strand nicht wär. Man kann auch Cathedral Cove von hier aus zu Fuß erreichen. Das ist das einzig Gute. Die sanitären Anlagen sind schmuddelig bis dreckig, Schmierstaub überall, teilweise lassen sich die Toilettentüren gar nicht mehr verschließen. Die Stellplätze sind schief und uneben, manche "Powered Sites" haben keinen Strom. Die Internetplätze sind oft defekt und werden erst auf Nachfrage repariert. Und die Freundlichkeit der Mitarbeiter passt auch nicht ins sonst so freundliche Neuseeland. (TOP)

Linkliste

Neuseeland allgemein

Wetter in Neuseeland
Kea Campers
Aktuelle Benzinpreise Neuseeland
Interislander Fähre Nord-Südinsel
DOC Campingplätze
TOP 10 Holiday Parks
Kiwi Holiday Parks
Holidayparks (HAPNZ)

Neuseeland Nord

Städte

Auckland
Wellington
Wanganui

Die Coromandel Halbinsel

Die Coromandel Halbinsel
Coromandel Town
Hahei
Thames
Whitianga

Das Zentrum

Waikite Thermal Pools Tongariro Nationalpark
Lake Taupo
Rotorua Interests
Wai-O-Tapu, Geyserland
Rotorua City
Rotorua Buried Village
Rotorua, Tamaki Hangi Meal
Rotorua, Whakarewarewa-O-Te-Ope-Taura-A-Wahiao
Kiwi Encounter
Matamata, Hobbiton

Der Norden

Orewa
Bay Of Islands
Russell
Kawakawa
Whangarei, Museum Kiwi House

Neuseeland Südinsel

Abel Tasman - Motueka
Akaroa
Buller Gorge Swingbridge - Bushline Walk
Christchurch
Christchurch Gondola
Kaikoura Whale Watching
Marlborough
Nelson
Nelson - Founders Heritage Park
Picton
Pancake Rocks / Punakaiki
Tranz Alpine Express

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