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Reisetipps USA(updated 2010) |
| Die Einreise Einreise und Registrierung Die Einwanderungsbehörde Anschlussflüge Koffer |
Unterkünfte Hotels u.s.w. Betten Wohnmobil |
Essen
und Trinken Breakfast Lunch Selbstversorgung Dinner Getränke |
Shopping Shopping allgemein Im Supermarkt Dienstleistung |
| Auto und
Verkehr Mietwagen Wohnmobil Benzin Verkehr |
Sonstiges Alltägliche Begriffe Amerikanische Sprache Fernsehen Maße und Gewichte Telefonieren |
Nicht
vergessen Schlange stehen Restaurants Trinkgeld |
Ängstliche Naturen sollten sich in die Hände eines Reiseveranstalters begeben, der einen Rundum-Service für einen Urlaub in den USA bietet. Will man Amerika lieber auf eigene Faust kennen lernen, kann das zum Fiasko werden, fliegt man spontan und unvorbereitet über den großen Teich. Dass es in der neuen Welt, den freien und unabhängigen Vereinigten Staaten von Amerika, Grenzen, Einschränkungen und Bürokratismus gibt, besonders nach dem 11.September 2001, davon kann jeder berichten, der schon einmal drüben war. Wer sich aber gut vorbereitet und sich mit den Gegebenheiten vertraut gemacht hat, der kann natürlich die oft propagierte grenzenlose Freiheit, im vorgegebenen Rahmen natürlich, genießen.
Ein Beispiel gefällig? Jeder 16 jährige kann in den USA den Führerschein machen und in Mamas
Cabrio herumdüsen. Aber einen Leihwagen bekommt er frühestens ab 21 unter Auflagen und Zusatzkosten.
Erst mit 19 Jahren darf ein junger Erwachsener z.B. in Kanada alleine ins Freibad.
Ist Ihre Frau/Freundin gewohnt Oben Ohne am Strand zu liegen? In den USA gilt dieses
Verhalten als Erregung öffentlichen Ärgernisses und wird bestraft.
In Deutschland untersagt, in den USA möglich, ist das Anschwärzen von Arbeitskollegen beim Chef, wenn einem die
Nase nicht passt um Mitarbeiter des Monats zu werden.
Doch bange machen gilt nicht! Auf Geht's! (TOP)
Nach der Übermittlung des ausgefüllten Formulars erhält man sofort eine Registriernummer, wenn die Einreise grundsätzlich zugelassen wurde. Dieses ESTA Formular sollte man ausdrucken und später bei der Reise mit sich führen - irgend jemand hat es auch sehen wollen. Wer jetzt glaubt, damit wird die Einreise einfacher, der irrt sich.
Ein Tipp für ungeübte Amerikareisende: Verzichten sie bei der Atlantiküberquerung auf den im Flieger angebotenen leckeren Wein, besonders wenn sie mit Familie reisen. Der beschwingte Kopf könnte die Schreibhand beim Ausfüllen der grünen Karten fehlleiten. Denn es gilt weiterhin: Wer einreisen will, muss die grünen oder weißen Karten lesbar für amerikanische Einwanderungsbeamte ausfüllen. Dabei ist darauf zu achten, sich nicht zu verschreiben, (denken Sie an den Weineinfluß) die 1 muss immer noch ohne Anstrich und die 7 ohne Querstrich geschrieben werden. Wer sich verschreibt, und wenn es auf der letzten Zeile beim Datum passieren sollte, der muss eine neue Karte ausfüllen. Es sei denn, sie wollen Gefahr laufen vom Emigration Officer zurückgeschickt zu werden. Mit zurückgeschickt meine ich es so, wie es da steht, zurück nach Deutschland.
So, und nun noch eine kleine Kuriosität, eine andere Bezeichnung verkneife ich mir lieber, die ich schon von anderen gehört habe und jetzt selbst erleben durfte: Da fliegen wir also so vor uns hin Richtung Vereinige Staaten und es kommt alle 2 Stunden zu folgender Durchsage (ungefähr): Sehr geehrte Fluggäste, ..... von den amerikanischen Behörden verpflichtet Sie darauf aufmerksam zu machen, dass es verboten ist, in den Gängen Gruppen ab 2 Personen zu bilden. Die Gruppenbildung nach dem Essen der Wartenden vor den Toiletten wurde dann von den Stewardessen aufgelöst. Das ist jetzt kein literarischer Gag von mir, sondern die Wahrheit. (TOP)
Nach dem Verlassen des Flugzeugs lernen Sie die zwei wichtigsten freiheitlichen demokratischen Grundordnungen der Amerikaner kennen, nämlich sich von Uniformierten sagen zu lassen, wo es lang geht und sich in eine Warteschlange anzustellen. Nur über diese Hürde gelangen Sie zur Pass- und mittlerweile auch Gesichts- und Fingerabdruck Kontrolle, dem Emigration Officer der Einwanderungsbehörde. Zuvor rate ich jedem, an der gelben Wartelinie zu verharren, bis Sie entweder durch eingesetztes (uniformiertes) Ordnungspersonal weitergeleitet oder direkt vom Einwanderungsbeamten heran gewunken werden. Folgen Sie bitte diesen Anweisungen unbedingt und unverzüglich, sonst kann er Sie schon mal barsch anfahren, andere vorzulassen und weiter zu warten. Lachen Sie nur, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Machen Sie bloß kein spöttisches Gesicht. Es hat keinen Sinn sich lauthals zu beschweren, dass sie schnell durch müssen, um den Anschlussflug zu erreichen. Das hätte nur zur Folge, dass sie vielleicht an das Ende der Warteschlange geschickt würden.
Es gibt natürlich, wie zu Hause auch, solche und solche.
Standardfragen sind immer noch, warum Sie in die USA einreisen wollen,
(Urlaub heißt auf Amerikanisch vacation) und wie lange sie bleiben wollen.
Die Freundlichen beginnen ein munteres Schwätzchen - in Amerikanisch wohlgemerkt, nicht in
Englisch. Unterschiede weiter unten bei den Hinweise über die Amerikanische Sprache.
Sprechen Sie kein Englisch müssen Sie auf die Frage gefasst sein: Wenn sie kein Englisch
sprechen, was wollen Sie dann in den USA? Ist aber nicht weiter schlimm, sie verstehen es
ja sowieso nicht und freiwillig Deutsch spricht von diesen Beamten keiner, auch wenn er es könnte.
Bleiben Sie locker und beantworten Sie freundlich alle Fragen die ihnen gestellt werden,
auch wenn sie noch so unsinnig erscheinen und der Beamte noch so unfreundlich
ist: "Sie waren doch letztes Jahr erst in den USA, was wollen Sie denn
schon wieder hier?". Sie
müssen sich im klaren darüber sein, dieser Beamte, vor dem Sie jetzt stehen,
darüber entscheidet, ob sie in die USA einreisen dürfen, oder nicht. Es gibt natürlich auch
freundliche Beamte, die sie in ein lockeres Gespräch verwickeln. I.d.R.
haben sie jedoch keine Probleme mit der Einreise. Es sei denn, sie haben auf der
grünen Karte die Frage "Haben Sie vor in den USA Straftaten zu begehen"
mit Ja angekreuzt.
Die Zeit für Schwätzchen ist zurzeit sehr kurz. Die Beamten haben alle
Hände voll damit zu tun, Ihren hoffentlich maschinenlesbaren Pass zu prüfen,
die Fingerabdrücke mittlerweile aller zehn Finger zu nehmen und Ihr Konterfei abzulichten.
Dazu schaut man nach Aufforderung in eine Art Webcam, dann legt man die 4 Finger der einen Hand auf eine Glasplatte, natürlich
wieder nur nach Aufforderung, dann den Daumen, dann die gleiche Prozedur mit der anderen Hand.
Dass zuvor schon hunderte Andere ihren Abdruck vor Ihnen auf dieser Glasplatte lassen mussten, darf niemanden stören - Hände waschen kann man
später. Von Vorteil sind jetzt vor Angst schwitzende Leute, denn bei zu trockenen Fingern versagt der Scanner schon mal.
Sie bekommen den kleinen
Abschnitt der grünen Einwanderungskarte zurück. Den dürfen Sie keinesfalls
verlieren. Denn wenn sie Ihn bei der Ausreise nicht mehr haben, kommen
Sie zwar problemlos wieder nach Hause. Aber ob Sie danach noch einmal in die USA reingelassen werden ..... .
Haben Sie alle diese Hürden genommen, sind Sie, ohne Gepäck, drin. Folgen Sie der Beschilderung zum Baggage Claim, den Gepäckbändern, auch wenn sie umsteigen müssen. Haben Sie Ihr Gepäck, stellen Sie sich in die Schlange der Gepäckkontrolle beim Zoll. Es kann sein, dass sie schon am Gepäckband oder in der Schlange von Zollbeamten mit und ohne Hund prüfend gemustert oder in ein freundliches Gespräch verwickelt werden. Das hat einfach nur den Sinn, abzuklopfen, ob sie Schmuggelware oder gar Lebensmittel dabei haben. Es ist streng verboten, Lebensmittel in die USA einzuführen, weil die Amerikaner Angst vor Verseuchung ihres Kontinents mit unbekannten Bakterien oder Viren haben. Egal ob es der Apfel oder eine Kiwi ist, die sie als Reiseproviant dabei haben, oder ein trockenes Brötchen oder eine Dose Leberwurst, weil es die in den USA nicht gibt. Die Hunde finden alles, und sie müssen den Proviant ersatzlos abliefern. Aber auch hier gilt: Bleiben Sie locker und freundlich und akzeptieren Sie jedes Auftreten der Beamten. Wenn Sie es eilig haben, befolgen sie diesen Ratschlag, es sei denn sie möchten heraus gewunken und gründlich gefilzt werden.
Wenn jedoch erst die amerikanischen Computer ESTA verstehen, dann muss man auch per ESTA wieder ausreisen. Das soll dann wohl so aussehen, dass man sich selbständig an ein ESTA Terminal begeben, seine Registriernummer und Fingerabdrücke eingeben muss, vielleicht auch sein Gesicht wieder in die Kamera hält. Vergisst man das, gilt man als nicht ausgereist und bekommt garantiert Probleme bei der nächsten Wiedereinreise. Aber wie gesagt, das ist Spekulation. (TOP)
Nach dem Verlassen des Zollbereiches sind Sie mit Gepäck drin. Endlich
können Sie aufatmen: Sie sind jetzt im freien
Amerika mit den unbegrenzten Möglichkeiten. Nun wünsche ich Ihnen nur noch viel Glück bei der Suche nach den Terminals für
die Anschlussflüge, den Shuttlestationen der Mietwagen oder Hotelbusse. Dabei lernen sie die
zweite Lektion in Amerika: Folgen Sie den Hinweisschildern so lange, bis es keine mehr gibt,
danach ihrer Nase, bis sie das endgültige Ziel gefunden oder sich verlaufen haben.
Wenn Sie einen Anschlussflug gebucht haben, suchen sie hinter der Zollkontrolle den Bereich, in dem sie ihre Koffer
abgeben können. In Chicago oder Washington zum Beispiel läuft das sehr
unproblematisch. Und sogleich kann die dritte Lektion Amerika folgen: Die
zuständigen Angestellten sind beleidigt, wenn man Ihnen Ihre Arbeit abnimmt,
wie zum Beispiel hinter der gelben Linie zu versuchen, seine eigenen Koffer auf
Transportbänder zu stellen. Man muss sich einfach an den Genuss des
grenzenlosen Service gewöhnen, bei dem auch kein Trinkgeld fällig ist. Einfach
den Koffer abstellen, die Bediensteten kümmern sich um den Rest. Unsere Koffer
kamen am Zielort an.
Sollten Sie in einem Trolley das notwendigste für die erste Nacht dabei haben, ist es in den USA überhaupt kein Problem, diesen in das Flugzeug einer US-Linie mitzunehmen. ALLE mitfliegenden Amerikaner schleppen oft schwere große Trolleys mit in das Flugzeug und wuchten diese dann oben in die Gepäckablage, die in Deutschen Fluglinien nur für das "leichte" Handgepäck zugelassen sind. Die Flugbegleiter helfen auch gerne beim verstauen. (Anscheinend gibt es in den USA keine Turbulenzen bei den Fügen, oder die Gepäckfächer sind besser verriegelt als in deutschen Flugzeugen).
Doch man muss erst mal den Anschlussflug finden. Die Departure Tafeln sind gewöhnungsbedürftig; sie sind nämlich nicht nach Abflugzeit geordnet, sondern nach Zielort. Und fast jede Amerikanische Fluggesellschaft fliegt ihn an.
Bei unserem Inlandsflug wurden wir in Washington vor den Gates gründlich gefilzt.
Es passierte in einem
unbeschreiblichen Chaos nachmittags um halb vier. Da schien die rushhour
zu beginnen. Die vielen Schlangen vor den Durchleuchtungsgeräten waren lang.
Anscheinend fielen die Geräte auch ständig aus, so dass die Sicherheitsbeamten
die Wartenden zum Nachbargerät schickten. Jeder musste seine Schuhe ausziehen, die Männer
ihren Gürtel abnehmen, die Frauen durften ihren BH anbehalten, die Taschen
waren in große Schalen zu entleeren - alles, auch Taschentücher und sonstige lose Gegenstände musste man in
die Schalen legen. Von diesen Schalen gab es bei dem Andrang jedoch viel zu
wenige. Durch den Ausfall des einen oder anderen Durchleuchtungsapparates,
sprangen die halb ausgezogenen Menschen in der Gegend herum. Weil sie schon
zuvor lange warten mussten, wollten sie sich natürlich bei der Nachbarschlange
vordrängeln- das wäre vielleicht in Deutschland üblich; deshalb ließen die
Amerikaner die unerwartete Drängelei überrascht zu, um sich nach kurzer
Besinnung ebenfalls in der Nachbarschlange vorzudrängeln.
Mit der Boarding Card und dem Pass in der einen, dem Hosenbund in der anderen
Hand sahen wir unsere Sachen dann im Scanner entschwinden. Vor uns warteten
mindestens noch fünf andere auf den Durchlass durch die Scanner Tür. Dort
piepste es unablässig ob der nicht abgelegten Armbanduhren, manch Sockenhaltern
oder BH-Verschlüssen. Panisch verfolgten alle wartenden ihre Wertsachen hinter
der Barriere aus dem Durchleuchtungsgerät sich stauen und von den bereits
Durchgelassenen wegzustoßen. Immer wieder wiesen die hoffnungslos überlasteten
Beamten verzweifelt sich vordrängende Menschen zurück. Jeden Moment rechnete
ich damit, dass einer der Beamten seinen Colt zöge, um Warnschüsse
abzugeben.
Nachdem wir uns wieder angezogen und tatsächlich alle unsere Sachen wieder bekommen haben, bereiteten wir uns gelassen auf den Weiterflug vor. (TOP)
Amerikanische Werbefotografen sind genial. Sie präsentieren in den bunten Hotelprospekten z.B. Außenansichten von Hotels, Inneneinrichtungen und Zimmer so wunderschön, dass man allein durch die Bilder zur Buchung animiert wird. Steht man dann tatsächlich vor dem Hotel, in der Halle, im Restaurant oder schließt die Zimmertür auf, fragt man sich, wie der Fotograf es geschafft hat, aus dieser Realität so wunderschöne Werbefotos gemacht zu haben. Dabei lügen die Bilder nicht einmal, sondern sie suggerieren durch Lichteffekte eine phantastische Hotelfassade, durch optische Manipulationen ein anheimelndes Restaurant oder kuscheliges geräumiges Zimmer, was es alles tatsächlich in dieser Schönheit und Geräumigkeit nicht gibt.
Zumindest in den USA klassifiziert man Unterkünfte in
- Resort, - Hotel, - Motel, - YMCA, in Kanada gibt es oft noch - Bed and Breakfast
Man unterscheidet das Kontinentale Frühstück -continental
breakfast- und das Amerikanische Frühstück -american oder hot
breakfast-
Continental Breakfast kann sein: Auswahl an Muffins und Bagels, evtl. kleine
Kuchenstücke, Butter, Marmelade, Frischkäse, Kaffee, Orangensaft. Das alles
auch in Selbstbedienung auf Styroporbechern und Papptellern mit Plastikgeschirr.
American Breakfast ist warm und vielschichtig zusammenstellbar: Verschiedene
Toast, Eier und Schinken in jeder Form, Pancake, Hashbrownies bis hin zu French
Fries (Pommes), Bratkartoffeln, American Potatoes, Beans, Bratwürstchen, Pilze,
aber auch Cereals (Kornflakes) und Kaffee, Orangensaft. Heiß und fettig eben.
Dieses Frühstück kann man, wenn man möchte, den ganzen Tag über in den
verschiedensten fast Food Ketten bestellen.
ist das, was der Amerikaner zu Mittag zu sich nimmt, meist im Stehen oder Vorbeigehen, beim Telefonieren oder beim Autofahren. Und das ist Fast Food in jeder Form, was es bei Subway, McDonalds, Burger King, Wendy's, Pizza Hut, KFC und und und gibt.
Der Normalamerikaner nimmt jetzt das gleiche zu sich wie zum Lunch oder zum
American Breakfast.
Will man auf Fast Food verzichten, gibt es die guten Restaurants, wo man für
sehr viel Geld, wenn man Glück hat, manchmal auch etwas Gutes zu Essen bekommt,
wie z.B. Steak mit French Fries (Pommes/Fritten) oder Lobster. (TOP)
Bestellen Sie nicht einfach nur Cola oder Coke. Der Amerikaner ist in dieser
Beziehung sehr sensibel und unterscheidet sehr wohl zwischen Coke (Coca Cola)
und Pepsi.
Haben Sie Kaffee bestellt, können Sie damit rechnen, dass bald jemand kommt und
die Tasse kostenlos wieder auffüllt. Das gibt es bei Cola auch, aber nur, wenn
man am Tisch bedient wird.
Wenn es geht, empfehle ich bedingte Selbstversorgung, wenigstens was das
Frühstück angeht. Jeder Supermarkt bietet alles, was man in Deutschland kennt
und noch viel mehr und viel größer. Jedoch Brot - und Brötchen - sind das Grauen
für jeden Deutschen. Wobei ein Chicago Hard Roll dem normalen deutschen
Brötchen, zumindest genetisch, artverwandt ist. Alles andere ist Gummi. Pressen
sie mal in einem unbeobachteten Moment irgend ein Brot zusammen. Das geht! Und
nach dem Loslassen nimmt es die originale Form wieder an. Und genauso kaut es sich auch.
Lassen Sie sich nicht
davon blenden, dass manche, wenige Brote, wie Graubrot aussehen. Es ist und bleibt
Gummibrot.
Wenn Sie Glück haben, finden Sie irgendwo einen Deutschen Bäcker. Für den
brauchen sie jedoch eine eigene Urlaubskasse. (TOP)
Die Mietwagenstation ist die rental station oder car rental. Der Mietwagen sollte in Deutschland in einem Reisebüro gemietet werden. Das ist wesentlich preiswerter, als die Anmietung vor Ort oder im Internet. Die Reiseveranstalter bieten den Versicherungsschutz, den man vor Ort teuer hinzukaufen muss. Und versichert sein sollten man, denn hat man einen Unfall mit einem der vielen nicht versicherten Amerikaner, wird es sehr teuer. Aus allen möglichen Katalogen sind unbedingt Preisvergleiche mehrerer Anbieter erforderlich, will man nicht mehr bezahlen als nötig, denn Hochsaisonzuschläge, Einwegmieten und Mietpakete können die Katalogpreise in die Höhe treiben.
Es sollte im Zweifel lieber die größere Wagenklasse angemietet werden, damit wirklich alle Koffer und Taschen in den Kofferraum passen. Doch Vorsicht, je luxuriöser der Wagen, umso kleiner wieder der Kofferraum. Das Motto der reichen Amerikaner ist wohl, warum soll ich mich mit Koffern abschleppen, wenn ich überall alles kaufen oder mieten kann.
Wenn Sie in der Mietwagenstation in den USA Ihren Mietwagen-Voucher vorlegen, werden Sie von den geschäftstüchtigen Mitarbeitern darauf aufmerksam gemacht, dass es für nur wenige Dollars am Tag sogenannte Upgrades gibt, die Sie unbedingt brauchen: Sei es einen größeren Kofferraum, eine bessere Versicherung oder ein Navigationssystem. Seien Sie gewiss, Sie brauchen es nicht! Sollten Sie trotzdem Schwäche zeigen, wird es Ihnen gerne verkauft. Doch rechnen Sie zum Beispiel mal mit: Irgend ein Extra soll nur 5$ am Tag mehr kosten: bei 14 Tagen macht das 70$, Steuern von im Schnitt ca. 10% drauf, macht 77$!
Im Übrigen seien sie froh und dankbar, dass die max. Geschwindigkeit auf 70 mp/h (ca. 112 km/h) begrenzt ist. Amerikanische Autos lassen sich ab 80 mp/h (ca. 130 Km/h) nicht mehr in der Spur halten. Auch nicht, wenn sie einen 8 Zylinder Lincoln Towncar mit fast 300 PS fahren. (TOP)
Das Benzin heißt gas oder auch gasoline, das bekommt man an der Tankstelle, der gas station. Den Benzinverbrauch von 20 Litern auf 100 km findet man nur noch bei Oldtimern oder Wohnmobilen. Aber auch wenn der Wagen 13 Liter auf 100 Km schlucken sollte, was soll's! Benzin war mal spottbillig, jetzt ist es leider nur noch billig! In 1998 bezahlten wir ca. 1,20 $ die Gallone. In 2003 waren es schon 1,75 $ und in 2005 bereits 2,15 $ in 2009 zwischen 1,99$ - 2,20$. - Das macht trotzdem nur ca. 45 Euro Cent den Liter. Tankstellen gibt es an jeder Ecke, aber auch zu großen Preisunterschieden, sogar bei gleichen Mineralölfirmen. Also Augen auf, solange der Tank noch voll ist.
Über aktuelle Benzinpreise in den USA, die, wie gesagt, regional sehr unterschiedlich sein können, schauen Sie unter www.gasbuddy.com nach. An den USA-Tankstellen erhält man nicht Liter, sondern Gallonen. Umrechnungshinweise bei mir weiter oben auf dieser Seite unter Maße und Gewichte.
Bei jedem unserer Aufenthalten hat hat sich die Vorgehensweise beim Tanken geändert.
Und das hat mittlerweile seltsame Blüten getrieben.
Früher konnte man direkt an der Zapfsäule mit Kreditkarte bezahlen. (pay at the pump).
Kreditkarten akzeptieren die Tankautomaten in 2009 zumindest in Kalifornien und Nevada nicht mehr,
die nehmen nur lokale Tankkarten. Seit der Benzinpreis zwischenzeitlich mal bei über 4$/Gallon lag,
muss man vorher bezahlen. Und das geht so:
Ausschau halten hat Cash Machines neben den Tanksäulen. Säulennummer eintippen, $-Scheine einzahlen
(oder Karte eingeben - aber erst schauen, was er für Karten akzeptiert). Tanken bis der Betrag
erreicht ist. Ist der Tank voll und der Betrag nicht ausgeschöpft, muss man in den Laden gehen und sich
den Rest wiedergeben lassen. Ist der Tank noch nicht voll, muss man den Tankvorgang beenden und neu
anfangen.
Stehen keine Cash Machines an den Säulen muss sich erst die Säulennummer merken, in den Laden gehen,
die Säule freischalten lassen in dem man Bares auf den Tisch legt oder die Kreditkarte über einen
bestimmten Betrag belastet. Dann tanken, wieder rein in den Laden um den tatsächlichen Betrag
von der Kreditkarte abbuchen oder sich das Bargeld auszahlen zu lassen oder weiteres Geld zu hinterlegen weil der
Tank noch nicht voll ist.
Hin und wieder gibt es Tankstellen, wo man bedient wird (dann ist das Benzin wesentlich teurer).
Auch die Tanksäulen waren früher unterschiedlich zu bedienen. I.d.R. musste man erst die Zapfpistole entnehmen
und dann einen Hebel umlegen. Diesmal traf ich auf Tanksäulen, beid denen man erst die Zapfpistole entnehmen, danach
die Taste für das richtige Benzin betätigen musste, bevor das Bezin lief. Hebel gab es nicht mehr.
(TOP)
In den Staaten ist das Autofahren die reine Erholung, auf dem flachen Land. Rauf auf die Interstate, auf 65 Meilen/Stunde beschleunigen, Tempomat einschalten und am Ziel bremsen und entspannt aussteigen. Nur das lästige Lenken, das muss man noch selbst machen. Diese Aussage muss ich seit unseren Besuchen in 2003 und 2005 etwas und seit 2009 erheblich revidieren. Geschwindigkeitsbeschränkungen werden im Schnitt um 10-15 mp/h überschritten, die Raserei hat Einzug gehalten. Die Straßen zumindest in Kalifornien sind grotten schlecht, mit Rissen und tiefen Schlaglöschern übersäht. Der Verkehr ist immer dichter geworden und die Autofahrer rücksichtsloser. Freiwillig wird man nicht mehr reingelassen, man muss sich den Platz nehmen und dann geht trotzdem noch ein Hupkonzert los. Man wünscht sich fast wieder nach Deutschland zurück, denn dort fahren wenigstens die LKWs nicht schneller als 80 km/h.
In den Ballungsräumen und zur Rushhour, nun da geht es schlimmer zu, als in
Deutschland. Da der Normalamerikaner nicht autofahren kann, muss man höllisch aufpassen,
dass man bei 75 (war mal 60) Meilen/Stunde, Stoßstange an Stoßstange fahrend sich auf der richtigen
Spur befindend, an der richtigen Ausfahrt nicht vorbei fährt. Wenn doch, hat man entweder
einen guten Orientierungssinn oder einen aktuellen Autopiloten im Wagen, oder einfach nur Glück.
Fahren sie bei mehrspurigen Straßen nur auf der rechten Spur, wenn sie bald rechts
abbiegen wollen; rechte Spuren führen oft nicht geradeaus weiter, das gilt für Highways
genauso wie für innerstädtische Straßen. Suchen sie immer die
mittlere Fahrbahn. Anders als in Deutschland gilt hier kein Rechtsfahrgebot.
Rechnen Sie immer damit, auf Interstates und anderen mehrspurigen Autobahnen von der
linken Spur nach Links abbiegen zu müssen, auch, wenn die Autobahn später
nach rechts weitergeht; Also immer schön in der Mitte fahren, um sich alle
Optionen offen zu halten. Rechts
überholen ist geduldet und erlaubt, so lange es nicht ausdrücklich verboten ist. Wundern
Sie sich nicht wenn sie von Trucks überholt werden, dann fahren sie zu langsam. Ist ein
Truck schneller als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, ist kein Sheriff und keine
Radarkontrolle in der Nähe.
An der roten Ampel rechts abbiegen ist erlaubt, solange es nicht durch Schilder mit dem
Text No turn on red oder ähnlich verboten ist.
Hinweisschilder und Straßenschilder hängen immer in der Mitte der Kreuzung, nicht vor
der Kreuzung. Das Straßenschild bezeichnet den Namen der Querstraße, nicht die, auf der
sie fahren, das Hinweisschild am rechten Straßenrand gilt für die Straße auf der sie fahren. Alles klar?
Ausschilderungen sind in der Regel sehr gut. In Städten stehen Hinweisschilder oft erst an der
Straßenteilung, also viel zu spät; oder sie stehen nur am Ortseingang, dann weiß man,
dass man richtig ist. Nur wie es dann im Ort weiter geht, wo sich die Straßen teilen ....., oft ist indianisches
Fährtenlesen vonnöten.
In den USA muss jede Kleinigkeit extra für teures Geld hinzugemietet werden.
Einen Einwegzuschlag, pro Person! das Convenient Kit (persönlicher
Bequemlichkeitsinstallationssatz) welches u.a. beinhaltet Decken,
Kissen, Geschirrtücher, Teller, Gläser Kaffeetasse, Besteck und das
Personal Kit, das u.a. Bratpfanne, Wasser-Krug, Sieb, Dosenöffner; Besen,
Mopp, Kleiderbügel beinhaltet. Beide Sets waren unvollständig und
unerfahren wir waren, merkten wir das erst viel zu spät. Man sollte direkt vor
Ort nachzählen, ob alles vollständig ist. Eine Liste ist dem Handbuch zu
entnehmen. Nur kann der Umfang der Ausrüstung von Station zu Station unterschiedlich sein. Nur die Kosten, die sind
überall gleich hoch. Auf die teure Anmietung eines Toasters verzichteten wir,
obwohl er gerade in den USA hilft, das Gummibrot bzw. den Gummitoast etwas
bißfester zu machen.
Es wird empfohlen, die Kits beim Vermieter der Wohnmobile anzumieten, da sie Schränke für die Geschirrmaße dafür ausgelegt seien.
Das stimmte bei unserem Wohnmobil so nicht. Die Schränke hatten keine Einsätze und deshalb rutschte und klapperte das
Plastikgeschirr bei jeder Fahrzeugbewegung.
Unser Kleinlaster fuhr mit Normalbenzin und brauchte immerhin 33 Liter Benzin
auf 100 Km. Beim Fahren rappelte das gesamte Geschirr zu Western und Country-Klängen aus dem
Autoradio, dass wir ordentlich aufdrehen mussten, um auch
den 6,8 Liter Motor als Geräuschquelle zu übertönen. Da wir nicht für eine Extra
Gebühr einen max. 2. Jahre alten Wagen bestellt hatten, hatte unser schon über
92 Tausend Meilen (ca. 150 Tausend Kilometer) auf dem Tacho. Dementsprechend
verwohnt war der Innenbereich.
Die Rückgabe des Wohnmobils morgens gegen 10 Uhr in Las Vegas gestaltete sich anfangs entspannt und locker. Billige Tankstellen sind von Las Vegas Downtown kommend reichlich vorhanden. Die Angestellte sprach gut Deutsch, prüfte den Benzinstand und die Generatorlaufleistung - und das war's auch schon. Weil wir in der Nebensaison hier auftauchten, war kein Shuttle zum Flughafen verfügbar und musste erst angefordert werden. So kamen wir erst nach über 2 Stunden Wartezeit zum Flughafen. (TOP)
In den USA ist jeden Tag Schlussverkauf. Glaubt man der Werbung, kann man nur sparen, wenn man etwas kauft, und man spart mehr, je mehr man kauft. Aber diese Werbung ist ja in Deutschland mittlerweile auch schon bekannt. Buy 3 and pay 2 ist ein beliebter Köder, kaufe 3 Teile und bezahle nur 2. - Sie sollte sich fragen, ob sie für 3 Teile wirklich Verwendung haben; wenn ja schauen sie im Laden nebenan, ob er die 3 Teile etwa nicht noch billiger anbietet.
Die Werbung in Deutschland ist simpel und durchschaubarer gegenüber der Werbung in den USA. Allerdings hält die US Werbung noch weniger was sie verspricht. Überall wird dem Kunden suggeriert, dass nur er im Vordergrund stünde und dass alles unternommen wird, als oberstes Gebot Kunden zufrieden zu stellen. Leider gilt das nur vordergründig. Oft geht man genauso enttäuscht aus dem Laden wie in Deutschland.
In den sogenannten Factory Outlets kann man direkt Fabrikware beziehen. Aber auch hier
muss man aufpassen, dass man nicht über den Tisch gezogen wird. Oft wird B-Lager Ware,
also Ware mit kleinen Webfehlern billig angeboten. Auf die Auszeichnung oder auf
Hinweisschilder achten! Vielfach sind die kleinen Fehler gar nicht zu sehen, dann kann man
natürlich zugreifen. Aber nicht zu viel. Der deutsche Zoll wartet auf Leute, die für
mehr als 175 EUR eingekauft haben. Das muss dann teuer bezahlt werden.
Factory Outlets findet man i.d.R. vor den Toren von Städten an vielbefahrenen Straßen.
Ihre Kinder werden es Ihnen danken, wenn sie einen Disney Store aufsuchen. Hier gibt es alles, was mit Walt Disney in Zusammenhang gebracht werden kann. (TOP)
Softdrinks wie Cola etc. werden allgemein als soda's bezeichnet. Die reine
CocaCola so wie wir sie kennen, muss man suchen. Stattdessen wird die Cola mit
Kirschgeschmack, Kiwigeschmack oder sonstigen Zusätzen verkauft, und zwar reihenweise.
Mineralwasser nach unserem Verständnis ist schwer zu finden. Suchen Sie nach Club-Soda
und achten Sie auch hier auf die Zusätze. Sehr beliebt ist Wasser mit Cherry Geschmack,
das schmeckt gräuslich. Ihre mitreisenden Kinder werden allerdings von der Vielzahl der
Geschmacksrichtungen schwer begeistert sein.
In Deutschland vermissen wir allerdings den in den USA erhältlichen Philadelphia
Frischkäse mit Ananas oder Erdbeer Geschmack; reinen Frischkäse ohne Geschmack gibt's in den USA
nicht.
Schwarzbrot gibt es zu kaufen, allerdings ist das genauso ungenießbar wie das bei den
Amerikanern beliebte Gummi-Weißbrot. Wenn sie Glück haben können sie Chicago Rolls
kaufen, dass sind Brötchen die annähernd die Festigkeit unserer Brötchen haben. Sonst
gibt's nur Wabbelbrötchen zu kaufen.
Ein Tipp nicht nur an die bei Aldieinkäufer, die es gewohnt sind an der Kasse ihre Sachen so schnell wie möglich vom Band in den Einkaufswagen zu bekommen: In den USA macht das die Kassiererin, oder der Einpacker. Einpacker sind entweder Schüler oder alte Rentner (mit alt meine ich jenseits der 70). Und versuchen sie bloß nicht aus lauter Freundlichkeit dem Einpacker zu helfen, oder schon mit dem Einpacken zu beginnen, wenn er grad mal nicht da ist - Sie müssen mit ganz bösen Blicken rechnen. So herrscht an den Kassen entspannte Stimmung und niemals Hektik. Einkaufen soll eben Spaß machen. (TOP)
Die Amerikaner tun alles, um an das Geld anderer zu kommen, das versuchen sie mit der noch so simpelsten Dienstleistung. Aber, obwohl es immer nur ums Geld geht, erlebt man Tag für Tag eine Freundlichkeit und Offenheit im täglichen Umgang mit Personal in Geschäften und Restaurants und eigentlich überall. Ein paar positive Beispiele:
Wo viel Sonne ist, ist auch viel Schatten, nämlich dort, wo es nur Arbeit und nichts
extra zu verdienen gibt. Zum Beispiel einer unserer Hausvermieter. Bei der Einmietung war
er die Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit in Person, bis er das Geld im
Voraus in der Tasche hatte. Nach 2 Tagen war die Toilette verstopft. Am Telefon war die
Sekretärin, die bei wiederholten Anrufen immer freundlich so tat, als riefen wir das
erste Mal an. Als wir selbst vorstellig wurden, versprach die Sekretärin ,wieder sehr
freundlich, uns zu helfen, aber es passierte nichts. Nach zwei weiteren Tagen verstopftes
Klo bei 5 Personen stand ich beim Vermieter solange auf der Matte, bis er aus seinem
Versteck kam. Nach vier Tagen kam er endlich mit tausend Entschuldigungen.
In einem anderen Haus erlebten wir das gleiche Spiel, als das Telefon tot war und der
Fernseher nicht mehr lief. Als Entschuldigung kam dann auch hier: Oh, das haben wir gar
nicht gewusst, dass sie ein Problem haben. Die Scheinheiligkeit stand allen im Gesicht
geschrieben. (TOP)
Amerikaner verschlucken gern die Anfangs- und Endsilben von Wörtern; das macht das Verstehen manchmal schwierig.
djuontnigel, orisatal? Verstehen Sie nicht? Habe ich zu Anfang auch nicht
verstanden. Diese Frage hören Sie nicht nur bei McDonalds, nachdem Sie ihre Bestellung aufgegeben
haben und bedeutet: Do you want anything else, or is that all ? - Möchten Sie
noch etwas anderes oder ist das alles.
Supersalad? werden sie bei der Bestellung in Restaurants gefragt und
bedeutet nichts weiter als die Frage nach der Vorspeise: Soup or Salad.
Djuhavetwoone? Do you have two one? können sie an der Kasse
gefragt werden, nämlich ob sie zwei ein Dollar Scheine haben.
Denken Sie nicht, ich hätte bei den Fragen die Leerzeichen vergessen oder mich verschrieben. Nein! Warum sollen die Amerikaner sich die Mühe machen klar und deutlich zu sprechen, wenn es auch schneller geht. (TOP)
Nachrichtensendungen in den USA laufen immer nach dem gleichen Schema ab: Zuerst kommen ausführliche Nachrichten aus dem County - vergleichbar unserem Landkreis - in dem man sich befindet. Dann folgen Nachrichten des eigenen Staates, z.B. Florida und ein wenig allgemeine Nachrichten aus den USA. Das Weltgeschehen findet nur am Rande statt, und nur, wenn es über Amerikafeindlichkeit, Katastrophen oder ähnliches zu berichten gibt. Das gilt für alle Sender, auch für CNN. Gerade bei diesem Sender gewinnt man den Eindruck, die Reporter haben alle das Parteibuch der gerade amtierenden Regierung. Zurzeit gibt es neben den USA in der Welt nur noch den Irak, in den Ihre heldenhaften Soldaten die amerikanische Demokratie tragen
Wir hatten das zweifelhafte Vergnügen, dass Hurrikan Bertha im Sommer 1996 von Cuba
auf Florida zudriftete. In Deutschland würde man neuerdings deswegen auch mit
Sondersendungen und Specials zugeschüttet, das ist aber noch harmlos gegen die
US-Berichterstattung, als der Hurrikan weit weg mitten auf dem Atlantik auftauchte. Mit
stundenlangen Sondersendungen Hurricane Watch auf allen Kanälen hätten sie am
liebsten den Hurrikan herbeigeredet. Als er an Florida in angemessener Entfernung
vorbeirauschte - Gott sei dank, denn die realen Vorsichtsmaßnahmen der Bevölkerung und
der Hotelleitung machte einem doch ein bedrückendes Gefühl - verspürte man eine tiefe
Enttäuschung in den Fernsehkanälen. Jede seine Bewegung wurde analysiert, interpretiert,
bei Experten hinterfragt, Statistiken erstellt und verworfen, er wurde regelgerecht
seziert. Stunde um Stunde Tag für Tag. Zuschauer wurden interviewt, es wurden frühere
Stürme und deren Auswirkungen gezeigt, alte Interviews eingeblendet, und natürlich
konnten die Zuschauer sich telefonisch melden und Fragen stellen. Die wichtigste Frage der
Fernsehzuschauer war übrigens: Was mache ich mit meiner Satellitenschüssel wenn der
Sturm losbricht.
Dieser Penetrantismus wiederholte sich bei einem Urlaub in Florida 1998, als es dort viele
Waldbrände gab und die Fire Fighter unter dem Titel Florida In Flames zu
Helden der Nation wurden. Als vor Miami im Heck eines Kreuzfahrtschiffes ein kleiner Brand
ausbrach, waren die Kameras unter dem Titel Battling the Flames hautnah dabei und
es wurde noch zwei Tage später dramatisch darüber berichtet. Menschen kamen dabei nicht
zu schaden.
Nun, und als wir Mai in Florida verweilten, wurden wir in Ermangelung von
Hurricanes unablässig mit Storm Stories auf die nahende Hurricane Saison vorbereitet.
Die so freien Menschen in den USA sind zu bedauern: Sie kennen und wissen kaum etwas vom Rest der Welt, und das ist auch nur reduziert auf Katastrophen und Sensationen. (TOP)
| 1 foot | = 12 inches = 30,5 cm |
| 1 yard | = 3 feet = 91,5 cm |
| 1 mile | = 1,609 km |
| 1 ounce | = 16 drams = 28,35 g |
| 1 pound | = 16 ounces = 453,59 g |
| 1 quarter | = 12 pounds = 12,70 kg |
| 1 pint | = 0,47 l |
| 1 quart | = 2 pints = 0,95 l |
| 1 gallon | = 8 pints = 3,79 l |
| 1 atü | = 14 psi |
| (TOP) |
Telefonieren im Hotel ist sündhaft teuer. Spätestens jetzt brauchen Sie eine Telefonkarte. Egal ob von einer amerikanischen Gesellschaft - z.B. AT&T - oder in Deutschland gekauft - z.B. die T-Card von der Telekom, erhalten sie sog. pre-paid Karten. Die zahlen Sie im voraus; und weil sie nie wissen, wann die leer sind brauchen sie zwei Karten. Nur, die zweite Karte brauchen sie fast nie, es sei denn, sie wollen Ihre Lieben zu Hause jeden Tag auf den Wecker fallen, zahlen sie soviel im Voraus, da können sie gleich im Hotel ohne Karte telefonieren.
Beachten Sie bitte auch die Zeitverschiebung, wenn sie ihre Lieben zu Hause schon jeden Tag zweimal anrufen müssen, dann nicht beim Abendessen um 9 Uhr abends - dann ist es in Deutschland schon 3 Uhr Nachts.
Woran erkennt man Deutsche in den USA? Sie drängeln sich vor, anstatt sich in die Schlange zu stellen, sie bezahlen ihre Rechnung ohne Trinkgeld. Männer, die schwarze Socken in Sandalen und käseweiße Beine in schwarzen Shorts tragen, Frauen, die nicht im Rock mit Sportschuhen laufen.
Woran erkennen Sie Amerikaner? Sie telefonieren immer und überall, sogar auf dem stillen Örtchen, mit ihrem Handy. Das tun zwar Deutsche auch schon, aber die Amis halten in der anderen Hand noch ihren Trinkbecher!
Schulkinder beim Einsteigen in den Schulbus tun es, genauso wie Jugendliche, oder Erwachsene an Haltestellen. Wo auch immer einer nach dem anderen bedient wird oder auf etwas wartet, es geht wohltuend ruhig ohne Drängelei zu, niemand ist wichtiger als jemand anders. Die diskrete Zone vor Bank- und Postschaltern hat sich mittlerweile auch in Deutschland durchgesetzt. Reformern in den USA oder England, die das Schlange stehen in Frage stellen, seien nach Deutschland eingeladen, besonders Morgens und Mittags, wenn die Schüler die Busse stürmen.
Sollten Sie und ihr Partner mal irgendwo stehen bleiben, um sich etwas anzuschauen, wundern sie sich nicht, wenn sich hinter ihnen Amerikaner anstellen, um eine Schlange zu bilden ... .
Wait to be seated. (Warten, bis man um Platz geführt wird). Stürmen Sie nie auf einen freien Tisch im Restaurant zu. Warten sie an der Eingangstür bis man sie zu einem Tisch geleitet. Früher wurden sie gefragt, ob sie smoking or non smoking bevorzugen. Heutzutage herrscht überall Rauchverbot.
Es ist eben die Besonderheit im Amerikanischen System, Preise ohne TAX (Steuern) und in Restaurants Preise ohne Steuern UND ohne Trinkgeld auszuweisen. 15 bis 20 % ist eben das Trinkgeld und gehört zum Einkommen der Menschen. Und wenn sie beim Verlassen des Restaurants eindringlich gefragt werden, ob wirklich alles in Ordnung war, dann haben sie es mal wieder vergessen zu bezahlen. Ausnahmen sind die Tankwarte: Werden Sie an der Tankstelle bedient, kostet das entsprechend mehr, der Tankwart bekommt kein Trinkgeld! (TOP)