In Prag gelten Touristen als auszunehmende Weihnachtsgänse. Deshalb sollte
man zu Taxis folgendes wissen:
Jedes Fahrzeug muss ein dauerhaft auf dem Dach angebrachtes Taxi-Kennzeichnen haben.
Die Registrierungsnummer, der Firmenname und die Preisliste, die den Grundpreis, den Kilometerpreis und den Preis für die Wartezeit enthält, muss auf beiden Vordertüren des Autos zu lesen sein.
Außerdem müssen diese Preise dieselben wie die auf dem Taximeter sein.
Die Fahrt vom Flughafen in die Stadt sollte nicht mehr als 650 CZK kosten. (TOP)
liegt ca. 10 Km südöstlich vom Flughafen und ca. 9 Km westlich vom Stadtzentrum entfernt am Rande einer
Plattenbausiedlung. Die Pilsener Straße (Plzeňská) ist eine normal befahrene Hauptstrasse mit
Straßenbahnverkehr, sie liegt in sicht- und hörweite des Hotels.
Der Vorteil liegt für Autofahrer auf der Hand, denn das Auto kann man in einen gesicherten Außenbereich
oder in die Parkgarage gegen Gebühr stehen lassen, vom Hotel sind es nur ca. 300m bis zur
Straßenbahnhaltestelle. Mit dem Auto in die City zu fahren wäre nicht das
eigentliche Problem, aber wie in allen Großstädten ist Parkraum rar, der
Verkehr dicht und die
Straßen manchmal sehr eng. Ein kleiner Nachteil
der verkehrsgünstigen Lage könnte sein, viele Zimmer liegen in Richtung Straße und das
Rumpeln der Bahnen ist immer präsent. Aber schließlich ist man in einer
Großstadt und die guten Fenster halten viel Lärm ab. Die Rezeption ist immer besetzt, mit Englisch kommt man
mit gut klar, mit Deutsch eher weniger. Im kleinen Shop kann man u.a. für
100 CZK ein 24 h Ticket für die öffentlichen
Verkehrsmittel kaufen, was sehr zu empfehlen ist. Aber auch alle anderen
Fahrkarten und normalpreisige Souvenirs sind vorrätig. (TOP)
| o Hradschin (Prager Burg) o Malá Strana (Kleinseite) o Karlsbrücke o Altstadt o Sonstiges |
(TOP) |
Man steigt am besten aus, wenn alle aussteigen, dann ist man
höchstwahrscheinlich an der Haltestelle mit Namen Pražský hrad (nein ich werde nicht schreiben, wie man das ausspricht). Gleich
gegenüber der Haltestelle führt der Weg über eine Brücke
in den Burgbereich des Hradschin. Unübersehbar ist die Kathedrale, die man nach wenigen Schritten erreicht.
Vor dem Eingang der Kirche stehen auch Ende Oktober lange Schlangen. Hier oben
laufen neben der handvoll Individualtouristen aus unzähligen Bussen
ausströmende, von Regenschirm- und Fähnchenschwenkenden Guides angeführte
Menschenmassen aus aller Welt herum. Eine Reihe von Museen laden dazu ein, mehr über
die Jahrhunderte alte Geschichte der Burgstadt zu erfahren. Geht man um die
Kathedrale herum und folgt dem dahinter abschüssigen Weg Richtung Osten landet
man auf einer mit Zinnen gesicherten Aussichtspattform. Von hier oben hat man
einen phantastischen Blick auf die Dächer Prags und auf die sich durch sie
hindurchschlängelnde Moldau mit den vielen Brücken. Ein recht steiler Weg
führt auf bequemen Treppen wieder hinunter in Richtung Malá Strana. (TOP)
einer der ältesten und geschichtlich bedeutsamsten Stadtteile Prags. Schlendert
man hier durch die engen und malerischen Gassen, fühlt man sich irgendwie
verzaubert und versetzt in eine frühere Zeit. Leider stößt man aber an der nächsten Ecke schon auf die
touristische Wirklichkeit - Werbetafeln für die auf Touristen wartenden
Restaurationen.
Und nur weinige Schritte weiter schwimmt man wieder voll im
Touristenstrom, der sich über die Karlsbrücke quält. Es ist unglaublich,
welche Besuchermassen sich hier am letzten Oktobersamstag über die Brücke
schieben. Wie
muss das erst in der Hochsaison aussehen. Die Brücke gleicht heute aber einer
Baustelle, weil große Teile mit einem Bauzaun abgesperrt sind. Auf der
östlichen Seite ist die gesamte Auffahrt zur Brücke wegen Bau- und
Ausgrabungsarbeiten abgesperrt; in dieser Jahreszeit muss man wohl auch damit
rechnen. Wegen dieser Menschenmassen wird in allen Reiseführern auf die Taschendiebe hingewiesen, ja, sogar
die Einheimischen warnen vor ihnen, auch jetzt noch, Ende Oktober. Wir blieben
Gott sei Dank verschont.Kommt man aus Richtung Nationaltheater (Národní
divadlo) -siehe öffentlicher Nahverkehr Linie 9- an der Moldau entlang, bieten sich einem sehr schöne
Ansichten auf die Karlsbrücke und dem Hradschin im Hintergrund. Unterhalb der
Brücke befinden sich einige alte Gebäude mit Restaurants, die mit dem Blick auf Moldau und
Brücke werben. Wir wurden ja auch vor dem Nepp in den Haupttouristenbereichen gewarnt und so
kehren wir mit gemischten
Gefühlen in das Restaurant Klub Lávka, direkt an der Moldau und der
Karlsbrücke gelegen, ein. Gut,
die Preise sind schon Touristenpreise, aber die Rechnung ist fair. Die Bedienung
ist freundlich und wir haben einen schönen Blick auf
den Fluss und die Brücke. Zugleich können wir uns ein wenig
aufwärmen bei heißer Schokolade und einem Cafe Latte. (TOP)
Von der Karlsbrücke aus spazieren wir durch die engen Gassen der Altstadt.
Man fühlt sich zurückversetzt ins 19. Jahrhundert. Jetzt fehlen nur noch die
Pferdekutschen. - Hätte ich bloß nichts gesagt, tauchen sie tatsächlich an der
nächsten Ecke mit Touris beladen auf. Die Häuser sind alle so
schön renoviert, dass wir vor lauter Schauen gar nicht mehr auf den Weg achten
und uns nur irgendwie fortbewegen. Plötzlich erreichen wir dann doch den
Rathausplatz (Staroměstská namesti). Uns ist gar nicht so bewusst, dass
die Astronomische Uhr am Altstädter Rathauses (Staroměstská radnice) ein
Anziehungspunkt für Touristen ist und werden erst aufmerksam, weil so viele
Asiaten ihre Köpfe zur Uhr empor strecken. Auf dem Platz selbst steht das Jan
Hus Denkmal. Ringsherum um den Rathausplatz stehen wunderschön renovierte aus dem
Mittelalter stammende Gebäude. Wer in dieser Gegend wandelt,
wandelt auch auf Franz Kafkas Spuren. Sein Geburtshaus steht gleich um die Ecke,
leider habe ich es nicht gefunden, weil ich meinen Plan nicht mit
hatte.
Anstatt auf die oft für uns sehr unaussprechlichen Straßennamen zu achten, verlassen wir den Rathausplatz in die falsche Straße und finden uns plötzlich an einer unbekannten Kreuzung ohne Namen wieder. Uns schmerzen die Füße vom ständigen Laufen auf dem Kopfsteinpflaster und weit und breit kein Cafe, wo man sich hätte ausruhen können. Zum Rathausplatz zurück, nein, das wollen wir aber auch nicht. Die Suche nach einer kleinen Oase treibt uns eine breite Einkaufsstraße hinunter, an deren Ende plötzlich der Wenzelsplatz beginnt. (TOP)
Der Wenzelsplatz (Václavské náměstí) ist eigentlich kein Platz, sondern eine sehr breite ca. 700m lange Prachtstraße, die an einem Ende vom Nationalmuseum (Národní muzeum) begrenzt wird. Wir erreichen den Platz von der Altstadtseite kommend. Stühle und Tische vor dem Hotel Prague Inn laden zwar viele leere Stühle zum Ausruhen ein, doch im Hoteleingang stehen so komische Typen herum, weshalb wir uns lieber gegenüber in das gut besuchte Cafe Bar Trinity setzen. Wir hatten ja immer noch die Warnung im Kopf, dass man in den Cafe's in den Touristenzentren abgezockt wird. Und dort, wo schon so viele Leute sitzen, geht es bestimmt ehrlich zu. Nachdem wir das Cafe verlassen hatten, beschleicht mich so ein Gefühl, betrogen worden zu sein. Und Richtig! 4 Straßen und 5 Ecken weiter läßt mir mein Gefühl keine Ruhe mehr und ich schaue noch mal auf die Rechnung, die mir die Bedienung eigentlich wieder wegnehmen wollte, nach dem ich bezahlt hatte. Beim Nachrechnen merke ich, dass wir die 2 Cafe Latte doppelt bezahlt haben wobei der Einzelpreis schon unverschämt hoch ist. Ich ärgere mich schwarz. Für das Geld hatten wir am Abend zuvor im Hotel ein komplettes Menue mit Getränken gehabt. Aber, ich hätte ja aufpassen können. Deshalb an dieser Stelle die Warnung, man sollte unbedingt seine Rechnung noch vor Ort prüfen. Der langweilige Wenzelsplatz hält uns nicht lange gefangen, stattdessen biegen wir in die Štěpánská ein, um nach wenigen Metern in einer dieser Passagen, einem Durchhaus, zu landen. (TOP)
Unser Reiseführer machte uns auf einen kleinen Geheimtipp aufmerksam, den besonders
Einheimische in Prag zu schätzen wissen: Durchhäuser. Ein Durchhaus erkennt man von einer Hauptstraße aus als eine Art
Shoppingpassage. Geht man durch sie hindurch, also durch das Haus hindurch,
endet die Passage nicht einfach am Ende,
sondern der Weg führt weiter. Entweder kommt man auf eine Parallelstraße, oder zum nächsten Durchgang,
oder in einen
schönen Garten. Von der Štěpánská, sie geht vom Wenzelsplatz (Václavské námestí)
ab, führt solch ein Durchhaus z.B. auf
eine Parallelstraße, der Vodičkova. Auf der anderen Straßenseite geht man
wieder in ein Durchhaus, und landet diesmal in einer kleinen ruhigen Oase, dem Franziskanergarten.
Geschützt vom hektischen Treiben und dem Straßenlärm durch die umliegenden Häuser
laden frisches Grün in dem gepflegten Garten mit Parkbänken zum Ausruhen ein.
Keine Spur von herumlungernden Pennern, dafür schmust in einer Ecke ein verliebtes Pärchen,
und dort sitzen Menschen, welche die
herbstlichen Sonnenstrahlen bei einem guten Buch lesend genießen. Ein kleines
Problem tat sich beim Verlassen des Gartens auf, weil der Weg sich gabelt. So verpassen wir
wohl den richtigen Ausgang und landen fast in einer Tischlerei in irgend einem
Durchgang irgendwo
an einer uns unbekannten Straße in einer nicht mehr so attraktiven
Gegend. Ein paar Straßenzüge weiter finden wir uns am Kaufhaus Tesco wieder. (TOP)
Je länger ich mich damit aber auseinandersetzen musste, umso mehr wurde mein
Interesse für den Literaten und
seine Biografie geweckt. Wenn ich nun schon mal in Prag bin und es sich dann passt,
warum nicht mal auf seinen Spuren wandeln. Obwohl Kafka sein Leben in Prag in einem relativ kleinem Radius
um sein Geburtshaus herum in der Altstadt verbracht hat, bräuchte man viel Zeit, seine ihm
wichtigen Stationen zu finden. Stadtpläne sind einem da nicht gerade sehr
behilflich, genauso wenig Reiseführer. In der Enge der Zeit, die uns zur
Verfügung stand, begnügte ich mich mit dem Besuch des Hauses, in dem die
Versicherungsanstalt untergebracht war. Das Cafe Slavia, das heute jedoch
mehr Touristenlokal als Literatencafe ist, steht nur wenige Meter weiter, gegenüber dem
Nationalmuseum. Klar ist, will man die
Lebensstationen Kafkas in Prag in sich aufnehmen, muss man Zeit und einen guten
Plan mitbringen. (TOP)
Wer Prag besucht, sollte auch einmal die Böhmischer Küche und das gute Bier genießen. Pilsener Urquell kennt man ja auch in Deutschland und Budweiser ist nicht etwa eine amerikanische Erfindung, nein, das Bier hat in Tschechien seine Tradition. Aber auch andere Brauereien wie z.B. Gambrinus und Staropramen stellen neben noch vielen weiteren kleineren Brauereien sehr wohlschmeckende Biere her; nicht zuletzt sorgt der günstige Preis dafür, dass das Bier in Strömen fließt.
Natürlich gibt es in Prag Restaurants, in denen man Hamburger oder Pizza bekommt. Doch wenn man schon mal hier ist, sollte man die weltberühmte Böhmische Küche probieren. Man sollte sich natürlich vorher im Klaren sein, was das bedeutet. Die bekanntesten Gerichte sind z.B. Knödel in verschiedenen Ausführungen, Sauerbraten, Schweinebraten mit Rotkohl, Lendenbraten, Gulasch mit rohen Zwiebeln oder Palatschinken. Die Restaurants, die an den typischen Touristenwegen liegen sind naturgemäß teurer und mehr auf Tourismus getrimmt, als abseitsgelegene, wo der Koch das Essen wirklich noch frisch und zu einem günstigen Preis selbst zubereitet. Tipp: Oft bieten kleine Privatbrauereien eine gute Bierbar und ein ebenso gutes Restaurant. Persönlicher Geheimtipp der Brauerei Staropramen: Potrefená Husa Na Verandách Smíchov, Nádražní 84, Praha 5. Die Straße geht ab von der zentralen Umsteigehaltestelle Anděl. Nein, ich bekomme keine Provision, nur hier kann man zwischen vielen sehr gut schmeckenden Biersorten wählen und die überschaubare Menükarte garantiert eine sehr gut schmeckende Böhmische Küche. (TOP)
* Die Realität hat die Banken schneller eingeholt als gedacht. Nachdem nun auch die deutschen Banken ihre Geldautomaten auf die EMV-Prüfung umgestellt haben, stellt sich heraus, dass die ausgegebenen Karten falsch programmierte Chips aufweisen. In Deutschland hat man die alte Software wieder reaktivieren müssen - im europäischen Ausland bekommt man immer noch nur mit Glück sein Geld! Vielleicht hat sich dieses Problem mittlerweile gelöst, vielleicht aber auch nicht. Banken eben .... . (TOP)