Florida, der Sunshine State und südlichste Bundesstaat der USA, gehört zu den Traumzielen für einen Urlaub. Florida bietet sich an für Rundreisen mit Sightseeing, für Abenteuer- und Erlebnisurlaub genauso, wie für Erholung an palmenbewachsenen weißen Traumstränden des Golf von Mexiko oder den endlos erscheinenden Stränden der Atlantikküste.
Es hängt von den Vorlieben des Einzelnen und von der zur Verfügung stehenden Zeit -und natürlich vom Geldbeutel- ab, wie der Urlaub geplant wird. Einen 14tägigen Strandurlaub kann man sicher in Südeuropa billiger verbringen, denn dafür einen 10 stündigen Flug mit 6 Stunden Zeitverschiebung auf sich zu nehmen, das ist eigentlich nicht zu empfehlen. Eine Rundreise, verbunden mit Strandbesuch macht da schon mehr Sinn. Man sollte sich jeweils für eine Woche an einem Ort einmieten, um von dort aus Ausflüge zu unternehmen, deren Fahrzeit 2-3 Stunden nicht überschreiten. Das erspart unnütze Reisetage und ein Leben aus dem Koffer. Für solche Rundreisen würde ich einen Leihwagen einem Wohnmobil vorziehen; man ist damit flexibler und Hotels oder Motels gibt es überall reichlich in allen Preisklassen, wenn man nicht gerade über Weihnachten oder Ostern unterwegs ist; dann sind auch die Campingplätze überfüllt. Die beste Reisezeit ist März bis Juni, oder September bis November, wobei man wissen sollte, dass Juni bis November Hurricane Saison ist; und eine solch tropischer Sturm kann einem den Urlaub zum Negativ-Erlebnis werden lassen. (TOP)
|
Für schöne Ferien Tourenvorschläge |
Metropolen am Atlantik Miami Ft.Lauderdale |
Die Atlantikküste hinauf Ft.Lauderdale By The Sea Deerfield Beach Weiter bis Cape Canaveral | Die
Golfküste St.Petersburg Beach Sarasota / Siesta Key Ft. Myers / Sanibel Island Naples |
| Der
Süden Floridas Everglades Nationalpark Key West | Zentral
Florida Orlando Disney World Sea World Universal Studios |
Schöne
Routen Miami - Key West Sarasota - Clearwater Miami - West Palm Beach |
Florida
allgemein Klima Verkehr |
2 Wochen Rundreise Ft. Lauderdale - Orlando
3 Tage Ft. Lauderdale (Hinflug) |
3 Wochen Rundreise Orlando - Orlando
3 Tage Orlando (Hinflug) |
4 Wochen, mit Flug nach Fort Lauderdale
1 Woche Fort Lauderdale (Hinflug) mit Ausflügen |
5 Wochen, mit Flug nach Fort Lauderdale
1 Woche Fort Lauderdale (Hinflug) |
Dem aufmerksamen Leser wird aus dieser Aufzählung nicht entgangen sein, dass Miami in den Listen gar nicht, dafür Siesta Key bei jedem Vorschlag auftaucht. Nun, uns hat es am Besten auf Siesta Key und überhaupt nicht in Miami gefallen. Wer tagsüber Strandleben und Nachts High Life sucht, dem empfehle ich zwei Wochen Pauschalurlaub in South Beach in Miami zu verbringen, denn hier trifft sich die Welt. Wer das entspannte Karibikflair sucht, wird sich auf Siesta Key wohlfühlen.
Bei einer Rundreise von nur 2 Wochen reduziert sich der Erholungswert rapide. Allein eine Woche braucht man, um die Zeitumstellung zu verkraften, und wenn man sich in der zweiten Woche gerade eingelebt hat, muss man sich in Deutschland zurück schon wieder umstellen. Um beides, also Erholung und Besichtigung zu vereinen, wäre es überlegenswert, die vorgeschlagene Rundreise auf ein Minimum zu reduzieren, und nur wenige Orte zu suchen, von denen Tagesausflüge unternommen werden können. (TOP)
In den 90gern des letzten Jahrhunderts war Miami ein gefährliches Pflaster. Viele Touristen sind dort Opfer von Straßenräubern geworden. Deshalb lief uns ein leichtes Kribbeln über den Rücken, als wir eines Morgens von Ft. Lauderdale aus kommend über die I75 nach Miami Beach in der allmorgendlichen rush hour fuhren, nein, in einem Meer von Blechlawinen schwammen und natürlich die falsche Abfahrt erwischten. Auch unser Ziel, den Bayfront Park zu erreichen, verfehlten wir nur knapp an diesem sonnigen Morgen und stellten unser Auto in irgend einem bewachten Parkhaus ab. Direkt in diesem Bayfront Park sollte ein großer Einkaufsmarkt zum Bummeln einladen und von hier aus sollten Sightseeing Touren nach Miami Beach oder Miami Downtown starten. Den Einkaufsmarkt fanden wir sofort, genauso wie eine geschlossene Touristen Information ohne Hinweis der Öffnungszeiten. Die Touristen-Bushaltestellen fanden wir nicht.
Morgens um 9:30 Uhr waren die Straßen hier menschenleer. Wenige Schritte hinter dem Parkhaus standen so eine Art Markthallen über zwei Etagen, zu allen Seiten offen. Die einzelnen Geschäfte waren zum größten Teil mit eisernen Toren verrammelt. Nur hier und da schloss gerade jemand auf. Wir waren eindeutig zu früh hier. Wenigstens hatte das Hard Rock Cafe schon geöffnet.
Inzwischen war es fast halb elf Uhr geworden, die Touristen Information hatte immer noch geschlossen, Sightseeing Busse waren nicht in Sicht. Wir hatten uns auch gar nicht
touristisch vorbereitet, wir wollten ja an einer geführten Tour teilnehmen. Aus lauter Verzweiflung entschlossen wir uns, eine Fahrt mit dem
Metromover
durch Downtown zu unternehmen.
Wir liefen vom Bayfront Marketplace in westlicher Richtung die NE 4th Street ca. fünf Minuten Richtung Downtown und fanden dort die Haltestelle Collage/Bayside des
Metromovers. Mit
diesem computergesteuerten, Gummiräder bereiften endlos fahrenden
Hochbahnwagen, kann man zwischen einer Nord- oder Südschleife wählen, die alle 90
Sekunden durch Downtown Miami fahren. Berauschend war die Fahrt nicht gerade; die
modernen fahrerlosen Wagen rumpelten auf den Stahlbetonschienen eben nur
durch Downtown Miami, von Station zu Station. Die Fahrt kostete ein paar Cent.
Mit dem Auto fuhren wir anschließend bei guter Ausschilderung auf die Downtown vorgelagerte Insel, nach South Beach, dem Stadtteil von Miami Beach, in dem der Art Deco District liegt. Man möge uns für Architekturbanausen halten, doch die immer wieder und überall gepriesenen denkmalgeschützten Häuser aus den 30gern des letzten Jahrhunderts, an verkehrsreichen Straßen um den Ocean Drive gelegen, sprachen uns nicht sehr an. Wir folgten dem Ocean Drive weiter nach Norden, der irgendwann zur A1A wird. Kilometerlang standen Hotels rechts und links der Straße. Eines größer als das andere. Betonsilo an Betonsilo. Dagegen ist El Arenal ein Dorf. Wir freuten uns auf das gemütliche Fort Lauderdale. (TOP)
Die Jungle Queen ist eine Art Raddampfer ohne Rad mit Dieselmotor, in 2 Etagen stehen rechts und links der Reling etliche Reihen Gartenstühle. Fenster gibt es nicht, alles ist offen. Die Rundfahrt dauert 2-3 Stunden auf den Kanälen der Stadt. Sie führte an schmucken, teuren Villen und Motorjachten der Reichen vorbei. Der Skipper erging sich mit monotoner Südstaatenstimme unablässig in der Aufzählung, wem jene Villa gehört, womit dieser sein Geld gemacht hat und welche Daten die gerade zu sehende Jacht aufweist. Phantastische subtropische Gärten rundeten das Bild ab. Unendlich viele Klappbrücken brachten den Straßenverkehr über uns zum Stillstand, wenn das Schiff zu groß für die Brücken war. Schiffe haben hier Vorfahrt. Nach einer guten Stunde erreichte die Jungle Queen eine (natürlich nur für Touristen hergerichtete) Insel, auf der ein Indianerdorf vom Stamme der Seminoles zu besichtigen war. Als Höhepunkt sahen wir einen Ringkampf eines Indianers mit Alligatoren Die Alligatoren waren jedoch so schläfrig und satt, dass sie sich von dem kampfbereiten Eingeborenen überhaupt nicht beeindrucken ließen. So machte er ein wenig mit den schläfrigen Krokodilen herum. Die Amerikaner waren begeistert. Nachdem sich dann alle Abenteurer mit Popkorn, Cola und Hot Dogs gestärkt hatten, ging die Fahrt denselben Weg zum Anlegesteg zurück. Man muss es aber mal gesehen haben.
Allen Reiseführern kann man Hinweise auf Shopping Center entnehmen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die meisten Verfasser ihr Wissen nur aus Reiseführern haben.
Rund um den Las Olas Boulevard stand lapidar in einem der Reiseführer. Der
La Olas Boulevard ist mindestens 20 Meilen lang.
Die richtige Zeit für Shopping ist ab 12 Uhr mittags. weil dann die Hitze
und die Luftfeuchtigkeit unerträglich wird.
Sawgrass Mills, W 341 Sunrise Blvd. ist wohl mit die größte überdachte und klimatisierte
Einkaufs-Mall der Welt. Trotzdem muss man aufpassen, dass man nicht daran vorbeifährt.
Ein Hinweis in Form eines offenen Krokodilmauls zeigte an, hier ist Sawgrass Mills. In
der Ferne tauchte ein einstöckiger schier endlos langgestreckter Betonklotz auf,
umsäumt von palmenbestandenen riesigen Parkflächen mit hier und dort geparkten
Autos. Die Parkfläche war wiederum umsäumt von einer palmenbestandenen 4 spurigen Ringstraße.
Das sollte ein Einkaufszentrum sein ? Keine Schaufenster, nur Beton, an dem hier
und da riesige Werbetafeln evtl. auf ein Shopping Center schließen ließen.
Alle paar hundert yards unscheinbare Eingänge. Nach ein paar weiteren Meilen
auf diesem Ring, entschlossen wir uns, den nächsten Eingang zu nehmen.
Innen fanden wir eine überdachte, klimatisierte, laute und glitzernde Einkaufswelt. So etwas kann es nur in Amerika geben. Laden an Laden rechts und links der Gänge, hell und leuchtend, berieselt von dezenter Musik im Hintergrund; ja, hier möchte man sein Geld ausgeben. Alle paar hundert yards standen auf großen Flächen Tische und Stühle und in den Küchen wie McDonalds, Burger King, Pizza Hut, chinesischer, griechischer, japanischer Fast Food Küche konnte man sich stärken. Etwas anderes als Fast Food gibt es in den USA sowieso nicht. (TOP)
Ca. 100 Meilen nördlich von Ft. Lauderdale liegt der Ort Vero Beach an der Atlantikküste. Ein 45 Meilen langer, fast menschenleerer wunderschöner Strand lädt hier zum Baden, Joggen oder Walking ein. Sonst aber ist hier der Hund begraben. Wer einen der Ruhe und Abgeschiedenheit ohne Touristenattraktionen sucht, der ist hier richtig. Ein paar Hotels und Motels verlieren sich hinter dem Strand. Viel subtropische Vegetation, viele teure Villenviertel befinden sich in Strandnähe. Das ganze liegt auf einer Art langgestreckten, wenige hundert Meter breiten Insel, die vom Festland durch den Indian River getrennt und mit einigen Brücken verbunden ist.
Im Herbst 2004 ist Vero Beach von einem der vielen Hurrcanes heimgesucht worden. Über Bekannte habe ich erfahren, dass viele Häuser und die vielen schönen Strände zerstört wurden und unzugänglich sind. Nur der Hauptstrand, der direkt am Ende der SR60 liegt, ist noch einigermaßen nutzbar.
An Melbourne vorbei, das über einen größeren Flughafen verfügt, gelangt man irgendwann nach Cocoa. Lt. dem Baedaecker Reiseführer ist Cocoa eines der schönsten Städte an der Atlantikküste mit einem reizvollen Zentrum. Nach etwas Suchen fanden wir den Ort auch, weil die Amerikaner es vermeiden, Städtenamen auf Ortseingangsschilder aufzustellen. Meist erkennt man an der Häufung von Fast Food Ketten, dass man sich in einem Ort befindet. Aber die von Baedaecker Reiseführer müssen ein anderes Cocoa gemeint haben als das, in dem wir vermeintlich dafür hielten. (TOP)
Nach dem Erreichen des Parkplatzes des Kennedy Space Center Spaceport sollte man schnurstracks, so wie es die Reisführer empfehlen, zu den Ticket Pavillons laufen. An den Kassenhäuschen gibt es u.a. die Eintrittskarten für die IMAX - Kinos und die Busfahrkarten für die Rundfahrt auf dem Kennedy Space Port, das ist mit dem Privat-PKW nicht möglich. Im Vergleich zu manch andern Eintrittspreisen kommt man hier sehr günstig weg.
An einer Art Busbahnhof, den Bus Boarding Gates, fahren alle 15 Minuten große klimatisierte Doppeldecker Reisebusse für eine gut zweistündige Besichtigungstour durch das Kennedy Space Center ab. Um das in Deutschland übliche Gedrängel beim Einsteigen zu vermeiden, werden an den Kassenhäuschen die Bustickets für einen bestimmten Bus zu einer festen Abfahrtszeit verkauft. Wer die versäumt, hat Pech gehabt. Das gleiche Verfahren wird auch für die Kino Eintrittskarten praktiziert. Wer also rechtzeitig am Morgen kommt, bekommt auch rechtzeitig die Bustour und das Kino. Bucht man beides zusammen, ist die Kinozeit natürlich auf die Rückkehr von der Bustour abgestimmt.
Während der Fahrt wurden wir über alle Besonderheiten an der Strecke aufmerksam gemacht; natürlich
nur in Englischer Sprache. Nach kurzer Fahrt ließ man uns am
Missions Kontrollzentrum aussteigen, wo die ersten Mondlandungen kontrolliert wurden. Eine Videoshow auf zwei Leinwänden führte das uns aus der Jugend
bekannte Mondlandeunternehmen noch einmal mit lautem Getöse vor, nicht zuletzt auch die stolze
Ansprache des damaligen Präsidenten J. F. Kennedy. Wenn man die, aus heutiger Sicht primitiven
Computer sieht, kann man erahnen, welcher Abenteuergeist und Idealismus, aber auch welche Leistungen
damals für solch ein Unternehmen erforderlich waren. Und man muss sich wundern,
dass alle vom Mond wieder zurückgekommen sind.
Nach der Show konnten wir die Raumkapsel und die Mondfähre besichtigen, mit die ersten Menschen
zum Mond geflogen und im Juli 1969 auf dem Mond gelandet waren.
Die Bustour führte weiter an den Raketenabschußrampen, am Vehicle Assembly Building vorbei, dem größt volumingen Gebäude der Welt. Hier werden die Raketen und Space Shuttle auf riesige Kettenfahrzeuge montiert von dem aus sie auf einer ca. 2 Meilen langen Trasse zu den Abschussrampen transportiert werden. Auch die Abschussrampe des Space Shuttle kann man sehen, wenn nicht gerade ein Start ansteht.
Beeindruckend war die Besichtigung der Welt größten Rakete: Die Saturn V, 111 Meter lang lag in einzelnen Stufen zerlegt in einer Halle zur Besichtigung. Steht man davor, kann man es nicht fassen, das solch ein Monstrum überhaupt vom Boden weg kommt, und schon gar nicht ins Weltall fliegen kann. Genauso unglaublich erscheint, dass an der Spitze der Rakete auch noch die im Vergleich winzige Raumkapsel der Astronauten befestigt war.
Beeindruckende Filme im Zusammenhang mit der Raumfahrt und phantastischen Bildern aus dem Raum mit Blick auf den blauen Planeten Erde erwartete uns im IMAX Kino.
Draußen war es mittlerweile heiß und schwül geworden. Der Himmel bezog sich mit Gewitterwolken. Wir mussten uns beeilen, denn wir hatten noch den Rocket Garden zu besichtigen. In dem Freigelände standen und lagen alle Raketentypen, die irgendwann einmal von hier aus gestartet waren. Auch einen außer Dienst gestellten Space Shuttle haben wir besichtigen können. In den auf dem Gelände befindlichen Pavillons waren Museen und Ausstellungen untergebracht. Hier konnten wir uns echtes Mondgestein, das in Glasvitrinen ausgestellt war, ansehen, genauso wie authentische Raumfahrzeuge. Leibhaftig haben wir Mr. Buzz Aldrin gesehen, einen der ersten Menschen, die 1969 auf dem Mond gelandet sind. Leider waren die Gebäude am Nachmittag, wohl auch wegen des angenehmen Klimas, sehr überfüllt. (TOP)
Bei einem Ausflug 2005 nach Tampa besuchten wir Downtown Tampa und Ybor City. Gleich neben den Cruise Terminals, an dem die riesigen Kreuzfahrtschiffe anlegen, befindet sich ein kleines Shopping Center in deren Innenhof man gemütliche Cafes findet - das ist für Florida schon etwas Besonderes- und das Florida Aquarium. Man kann gegenüber in einem Parkhaus seinen Wagen abstellen, um z.B. mit dem Streetcar, einer alten Straßenbahn, nach Ybor City zu fahren. Die meist aus dem 19.Jahrhundert stammenden restaurierten roten Backstein Hafen- und Wohngebäude bilden eine Art Museumsstadt. Doch es ist eine lebendige Museumsstadt, denn in den Gebäuden findet man modern eingerichtete Shopping Center und Food Courts. Muss man halt mal gesehen haben. (TOP)
Möchte man nach St. Petersburg Beach, muss man sich auf der I275 nach dem Verlassen der Brücke
rechtzeitig auf die linke Spur einordnen, denn der Abzweig auf den Pinellas
Bayway ist nur von der linken Spur erreichbar. An der nächsten Ampel gleich wieder
links kommt man nach kurzer Fahrt an die nächsten Zollhäuschen. Für 50 Cent
darf man die Brücke über den Intracoastal Waterway benutzen und man fährt
direkt auf das bekannte rosafarbene First Class Hotel Don Cesar zu. Hier beginnt
sozusagen St. Petersburg Beach.
Auf der State Road 699 kann man ca. 40 nach Norden direkt an der Golfküste bis Clearwater Beach fahren. Direkt bedeutet, man sieht den Golf nur manchmal zwischen den am Strand stehenden Hotels. St. Pete Beach, wie die Einheimischen den südlichsten Küstenabschnitt nennen, zeichnet sich durch gute Mittelklassehotels auf der Golfseite, sowie vielen Restaurants und Einkaufmöglichkeiten auf der Bayseite aus. Hier findet man z.B. das Sirata Beach Hotel, das runde Holiday Inn, das Howard Johnson Resort und ein Best Western Hotel, nur um die bekanntesten zu nennen. Alle liegen an einem ca. 3 Km langen Strandabschnitt. Nebenbei bemerkt, dieser Strandabschnitt ist nicht bewacht. Wer nicht unbedingt High Life sondern gediegenen American Way of Life sucht, ist hier richtig. An den Wochenenden lassen die Amis hier zwar auch die Sau raus, aber es hält sich alles in Grenzen.
Weiter nördlich folgen rund zehn weitere Strandabschnitte wie z.B. Treasure
Island, Madeira Beach oder Belleair Beach. Hier wechseln sich Billighotels mit
entsprechender Infrastruktur und mehr oder minder feine oder nicht so feine
Appartementanlagen, direkt am Strand gelegen, ab.
Die SR 699 endet in Clearwater Beach. Wer das Flair von Mallorcas
El Arenal auf amerikanisch liebt, ist hier gut aufgehoben.
Man wohnt in riesigen Stahl und
Betonklötzen direkt am Strand. Und hier ist nicht nur am
Wochenende High Life, sondern jeden Tag.
Hauptstraße geteilt. Am Golf von Mexiko stehen abwechselnd weitläufige Hotels und Bungalowanlagen.
Der Strand ist der weißeste auf der Welt und der Sand ist so fein wie Mehl. Der Golf schimmert
in Strandnähe smaragdgrün und wird immer blauer, bis er sich tiefblau mit dem Horizont
vereint. Wenn man Glück hat, kann man Delfine springen sehen und wenn die roten Fahnen
aufgezogen werden, können Haifische in Strandnähe sein.
Nun, die Natur ist bei einem Besuch in 2005 noch unverändert geblieben, doch die Schönheit der Insel ist nun auch von den Amerikanern entdeckt worden. Massenhaft schieben sich lange Autokolonnen auf der Midnight Pass Road entlang. An den Wochenenden sind schon morgens um 10 Uhr die Parkplatze an der Public Beach überfüllt und an dem immer noch so weißen Strand bekommt man kaum ein Bein auf die Erde. Aus der Traum vom Karibik Flair.
Auf der Bay-Seite der Midnight Pass Road wechseln sich ebenso Hotels und Bungalowanlagen ab. Ein Bootsanleger ist obligatorisch. Der Intracoastal Waterway trennt die Insel vom Festland. Zwischen den Ferienanlagen grünt und blüht üppige subtropische Vegetation. Der nördliche Teil der ungefähr 15 km langen Insel ist breiter. Souvenirshops, kleine Drugstores und Restaurants und Bars, wo man sich abends trifft, vervollständigen die Insel genauso wie die eigentliche Siedlung Siesta Key. Da jedes Hotel seinen eigenen Privatstrand hat, befindet sich ungefähr in der Mitte der Insel die große Public Beach mit entsprechenden Parkplätzen für alle Besucher. Von hier sind es nur wenige Schritte über den mit Palmen bewachsenen mehligen weißen Strand bis zum leicht plätschernden Wasser des Golf. Der Strand ist so lang, dass sogar Sonntags maximal nur zwei Reihen Strand- oder Liegestühlen das Wasser säumten.
Wer sich nicht gerade im warmen Badewasser des Golf treiben lässt, kann sich der Beobachtung der Strandjogger oder ankommender Amerikaner hingeben. Mit drei Griffen stellten sie ihre Strandstühle und Sonnenschirme auf, schalteten das Kofferradio mit einem laufenden Base Ball Spiel ein, pflanzten sich in die Stühle mit dem gleichzeitigen Griff in die mitgebrachte Kühltasche mit den Sandwiches und den Coladosen und vertilgten alles. Anschließend schmierten sie sich dick mit Sonnenschutzmitteln ein und wateten weiß eingetüncht ins Wasser. Nach dem Bad im Wasser folgte wieder der Griff zur Kühltasche mit den Sandwiches und den Coladosen um den Rest zu vertilgen. Die Frauen und älteren Männer nahmen danach ein Bad in der Sonne, bis sie entweder braun waren oder es vor Schmerzen des Sonnenbrandes nicht mehr aushielten, die Jugend und die jungen Männer suchten ihre Baseball Schläger und spielten ihr Match zwischen den Liegestühlen der anderen Strandbesucher, von den Frauen bewundert. Sogar die kleinsten mit ihren dicken Windeln am Po spielten schon mit und trafen sogar den Ball mit dem Schläger. Kinder werden übrigens nur in den Kindergarten aufgenommen, wenn Paps ihnen außer Angeln und Schießen auch das Base Ball Spiel beigebracht hat.
Um 12 Uhr mittags wurde es so schwülwarm, dass auch das laue Lüftchen vom Meer die Schweißperlen nicht mehr vom Körper trocknen konnte. Der Hunger stellte sich langsam ein und so ist es an der Zeit für den Lunch. Nach zehn Minuten Fahrzeit erreichten wir die US 41 in Sarasota, an der unzählige Fast Foodketten wie Friday`s, Pizza Hut, McDonalds, Burger King usw. aufgereiht waren.
Das kulturelle Angebot in Sarasota ist sehr vielfältig. Im John & Mable Ringling Museum of Art hat der gleichnamige Zirkusbesitzer und in den 20gern des letzten Jahrhunderts reichste Mann der Welt, seine in vielen Ländern gesammelten Kunstschätze in einer Ausstellung zur Verfügung gestellt. Man kann auch sein Wohnhaus, um nicht zu sagen Palast, von innen besichtigen. Der Palast ist direkt an der Sarasota Bay gelegen. Auf der Terrasse kann man sich nach der Führung in bequeme Terrassenmöbel fallen lassen und die unbeschreiblich schöne Aussicht über die Tampa Bay bis hin nach Longboat Key genießen. Im Bellm's Cars & Music of Yesterday kann man Oldtimer und historische Stücke aus der mechanischen Musikwelt begutachten. Im Botanical Garden kann man mehr als 20.000 tropische Pflanzen und im Jungle Gardens sind tropische Flora und Fauna zu besichtigen.
Downtown Sarasota kann an den Wochenenden sehr reizvoll sein, denn dann bekommt man vielleicht einen Parkplatz und kann gemütlich unter schattenspendenden Bäumen an den kleinen Geschäften auf der Main Street entlang schlendern. Wenn dann auch noch Flohmarkt auf der Main Street ist, dann fühlt man sich beinahe wie zu Hause.(TOP)
Fort Meyers hat nicht viel zu bieten. Wir wohnten im nahegelegenen Cape Coral in einer Villa mit Swimmingpool, die wir von einem deutschen Besitzer gemietet hatten. Den landschaftlich schöneren Urlaub kann man auf den vorgelagerten Inseln Sanibel & Captiva Island verbringen. Die Inseln sind mit einer schmalen Brücke mit dem Festland verbunden. Hotels und Resorts liegen oft direkt am Strand. Im Inselinneren gibt es Feuchtgebiete mit Alligatoren, Mangroven und man ist auch tagsüber der Verfolgung durch Moskitos ausgesetzt. Nicht zuletzt sind hier und dort Parkplätze angelegt, von denen man aus Zugang - durch die Feuchtgebiete - zu einsamen und malerischen Stränden hat, von denen es gut 30 Km gibt. (TOP)
Wohnen kann man für teures Geld direkt in Disney World, man hat jedoch den Vorteil schnell und vor den anderen Besuchern im jeweiligen Park zu sein. Sonst wohnt man besser in einer Vorstadt Orlandos, wie z.B. in Kissimmee. Von hier aus fährt man ca. eine halbe Stunde bis in die Parks, vor denen riesige Parkplätze angelegt sind. Man muss sich seinen Parkplatz gut aufschreiben, sonst findet man sein Auto garantiert nicht wieder. Von hier fahren Shuttle zu Monorails, die wiederum bis zu den endlos erscheinenden Ticket Countern führen. Alle Entfernungen sind hier größer als man denkt. Es ist zu empfehlen rechtzeitig, so gegen 8:00 Uhr auf dem Parkplatz anzukommen, wenn man keine Eintrittskarten hat. Möchte man mehrere Parks besuchen, kann es sogar Sinn machen zu Hause im Reisbüro Hopper Pässe zu kaufen, die sind etwas günstiger. Die Parks öffnen i.d.R. um 9:00. Spätestens ab 11:00 Uhr heißt es dann Schlage stehen für die Attraktionen. (TOP)
Für jeden Themenpark muss man separat Eintritt bezahlen, und zwar nicht zu wenig. Wer mehrere Tage hier ist, für den ist ein Hopper Pass günstiger. Man schafft an einem Tag einen Themenpark, wenn die Warteschlangen vor den Attraktionen nicht zu lang sind. Für die gerade angesagten Attraktionen muss man auch schon mal 2 Stunden in der Warteschlange einplanen. Um das riesige Areal Disney Worlds herum haben sich weitere viele kleine Parks und Attraktionen angesiedelt, so dass es einem nie langweilig wird.
Ein gewisses Unwohlsein hatten wir beim Besuch von Sea World und Animal Kingdom im Mai 2005. Die Eintrittskarten wurden auf den Namen ausgestellt und an den am Eingang aufgestellten Drehkreuzen wurden von Zeige und Mittelfinger Fingerabdrücke genommen. Bei den Amis weiß man ja nie, aber diese Aktion gehörte nicht zu irgendwelchen Showeinlagen.Was die mit den Daten machen, wer sie auswertet, wie lange sie gespeichert werden und ob sie beim nächsten Besuch in den USA mit der Einwanderungsbehörde abgeglichen werden: Ich weiß es nicht.
Es ist unbedingt empfehlenswert sich vor dem Besuch der Parks kundig zu machen, wie man hinkommt, welche Attraktionen man sehen möchte und welche nicht. Die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen. Am Besten wohnt man in Kissimmee in einem guten Hotel, damit man sich Abends die Füße pflegen kann, um dann in der Dunkelheit an Special Events teilzunehmen oder einfach nur einem Feuerwerk zuzuschauen. (TOP)
Nach über 10 Jahren waren wir in 2005 noch einmal hier. Inzwischen werden die Zuschauer eindringlich auf die Splash Area hingewiesen, wahrscheinlich um Schadensersatzklagen der Leute entgegenzuwirken, deren empfindliche teuere Kameras durch das Meerwasser schaden nehmen könnten. Auch Shamu ist 10 Jahr älter geworden und nicht mehr so agil wie früher. Seine Nachkommen brauchen noch etwas Training, sie sind noch sehr jung.
Vor der eigentlichen Show wird die Wartezeit dadurch verkürzt, indem auf einer riesigen Filmleinwand ein Quiz um die Show und die Tiere abläuft: Ein Kameramann richtet die Kamera auf das bereits sitzende Publikum, das in der Regel nicht weiß, wen sich die Kamera aussucht. Die Kamera hält oft auf Personen, die gerade herzhaft gähnen, mit dem Zeigefinger in der Nase popeln oder ähnliches. Im Mai 2005 wurde auch auf der Großbildleinwand in einem Irak-Werbefilm den amerikanischen Helden für ihren selbstlosen Einsatz gedankt. Und die Zuschauer im Stadion dankten es ihnen durch tosenden Applaus. Der kurze Streifen ist so angelegt, dass man sich am liebsten sofort freiwillig melden möchte, um den armen Menschen im Irak die wunderbare amerikanische Demokratie zu bringen. (TOP)
Die Old Town ist der Anziehungspunkt und Treffpunkt der Einwohner und Touristen. Spätestens eine Stunde vor Sonnenuntergang muss man sich einen Platz sichern, um den Sonnenuntergang zu beobachten, der her jeden Tag zelebriert wird. Danach beginnt die Party auf den Straßen und in den Bars. Ein Foto mit dem angemalten Betonklotz des Southernmost Point of the USA ist obligatorisch, wenn auch die Ecke in der er steht nicht gerade sehr attraktiv erscheint.
Ein schönes Erlebnis hat man, wenn man auf eines der vielen Ausflugschiffe geht, die ungefähr eine Stunde aufs offene Meer hinausfahren, und dort in unsagbar schönen Korrallenbänken anhalten. Man kann hier in seichtem Wasser schnorcheln oder die bunte Vielfalt durch den Glasboden entsprechender Schiffe im Trockenen beobachten. Wir durften diese wunderbare bunte Welt in 1996 besichtigen. Ob es die Korallenbänke in ihrer Schönheit heute noch gibt, vermag ich nicht zu sagen. (TOP)
Zwischen dem Festland Floridas und der letzten und Insel der Florida Keys, Key West, erwarten den Reisenden 42 Brücken und ein Ausblick auf ein leuchtend türkis blau glitzerndes Meer. Dabei kommt man leicht ins träumen und möchte am liebsten auf einer der nächsten Inseln auszusteigen, sich ein kleines Boot nehmen, über das seichte ruhige Wasser schippern, vor Anker gehen und schwimmen und tauchen. Irgendwann erreicht man die Seven Mile Bridge, eine gut 7 Meilen schnurgeradeaus führende Brücke. Man muss für die Fahrt vom Festland, also von Key Largo bis Key West ca. 2,5 Stunden einrechnen
Als Fahrer sollten sie allerdings mehr auf die Straße achten. Sie ist oft einspurig in jeder Richtung, bietet kaum Überholmöglichkeiten, oft gibt es Geschwindigkeitsbeschränkungen mit Überwachung. Es herrscht fast immer starker Verkehr, so dass sich endlose Blechlawinen auf der einzigen Straße von und nach Key West quälen. Dann muss man noch auf die Einheimischen achten, besonders auf die Truckfahrer und die jugendlichen mit ihren aufgemotzten Sportcabrios, die für ihre Landschaft keinen Blick mehr haben und einen in Grund und Boden fahren. (TOP)
Im Mai hatten wir Temperaturen zwischen 26 und 28 Grad und eine Luft vergleichbar den Kanaren. Die Luftfeuchtigkeit hielt sich in Grenzen. In 2005 hat es weder geregnet noch war es gewittrig. (TOP)
In den Ballungsräumen und zur Rushhour, nun da geht es schlimmer zu, als in Deutschland. Da der Normalamerikaner nicht autofahren kann, muss man höllisch aufpassen, dass man bei 75-80 Meilen/Stunde, ohne Abstand Stoßstange an Stoßstange fahrend sich auf der richtigen Spur befindend, an der richtigen Ausfahrt nicht vorbei fährt. Wenn doch, hat man entweder einen guten Orientierungssinn oder einen Autopiloten im Wagen. (TOP)