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Florida, USA

Rundreisen in Florida

Florida, der Sunshine State und südlichste Bundesstaat der USA, gehört zu den Traumzielen für einen Urlaub. Florida bietet sich an für Rundreisen mit Sightseeing, für Abenteuer- und Erlebnisurlaub genauso, wie für Erholung an palmenbewachsenen weißen Traumstränden des Golf von Mexiko oder den endlos erscheinenden Stränden der Atlantikküste.

Es hängt von den Vorlieben des Einzelnen und von der zur Verfügung stehenden Zeit -und natürlich vom Geldbeutel- ab, wie der Urlaub geplant wird. Einen 14tägigen Strandurlaub kann man sicher in Südeuropa billiger verbringen, denn dafür einen 10 stündigen Flug mit 6 Stunden Zeitverschiebung auf sich zu nehmen, das ist eigentlich nicht zu empfehlen. Eine Rundreise, verbunden mit Strandbesuch macht da schon mehr Sinn. Man sollte sich jeweils für eine Woche an einem Ort einmieten, um von dort aus Ausflüge zu unternehmen, deren Fahrzeit 2-3 Stunden nicht überschreiten. Das erspart unnütze Reisetage und ein Leben aus dem Koffer. Für solche Rundreisen würde ich einen Leihwagen einem Wohnmobil vorziehen; man ist damit flexibler und Hotels oder Motels gibt es überall reichlich in allen Preisklassen, wenn man nicht gerade über Weihnachten oder Ostern unterwegs ist; dann sind auch die Campingplätze überfüllt. Die beste Reisezeit ist März bis Juni, oder September bis November, wobei man wissen sollte, dass Juni bis November Hurricane Saison ist; und eine solch tropischer Sturm kann einem den Urlaub zum Negativ-Erlebnis werden lassen. (TOP)

Für schöne Ferien
Tourenvorschläge
Metropolen am Atlantik
Miami
Ft.Lauderdale
Die Atlantikküste hinauf
Ft.Lauderdale By The Sea
Deerfield Beach
Weiter bis Cape Canaveral
Die Golfküste
St.Petersburg Beach
Sarasota / Siesta Key
Ft. Myers / Sanibel Island
Naples
Der Süden Floridas
Everglades Nationalpark
Key West
Zentral Florida
Orlando
Disney World
 
Sea World

Universal Studios
Schöne Routen
Miami - Key West
Sarasota - Clearwater
Miami - West Palm Beach
Florida allgemein
Klima
Verkehr

Für schöne Ferien

Tourenvorschläge

Die folgenden Tourenvorschläge habe ich aus der Erfahrung unserer eigenen Reisen zusammengestellt. Sie sollen auch nur einen Anhaltspunkt für die Planung geben, die natürlich nach individuellen Interessen abgewandelt werden können. Auch entbindet meine Reisebeschreibung nicht von der Sichtung von Reiseführern oder auch dem Internet; denn die bieten für jeden Ort der Rundreise einen breiten Fächer von Anregungen zur Selektion, um sein eigenes individuelles Besuchsprogramm zusammenzustellen. Meine Reisebeschreibungen sollen nur behilflich sein, einen generellen Rahmen für eine Planung zu finden.
2 Wochen Rundreise Ft. Lauderdale - Orlando
3 Tage Ft. Lauderdale (Hinflug)
2 Tage Key West
7 Tage Siesta Key, Insel vor Sarasota mit Ausflügen
2 Tage Kissimee bei Orlando mit Themenparks und Rückflug
3 Wochen Rundreise Orlando - Orlando
3 Tage Orlando (Hinflug)
3 Tage Ft. Lauderdale
3 Tage Key West
1 Tag Everglades
1 Woche Siesta Key, Insel vor Sarasota mit Ausflügen
1 Tag Rückflug Orlando
4 Wochen, mit Flug nach Fort Lauderdale
1 Woche Fort Lauderdale (Hinflug) mit Ausflügen
1 Woche Kissimee bei Orlando mit Themenparks
1 Woche Siesta Key, Insel vor Sarasota mit Ausflügen
1 Woche Everglades und Key West Rückflug von Ft.Lauderdale
5 Wochen, mit Flug nach Fort Lauderdale
1 Woche Fort Lauderdale (Hinflug)
1 Woche Kissimee bei Orlando
1 Woche Siesta Key, Insel vor Sarasota mit Ausflügen
1 Woche Sanibel Island, Insel vor Fort Myers mit Ausflügen
1 Woche Key West

Dem aufmerksamen Leser wird aus dieser Aufzählung nicht entgangen sein, dass Miami in den Listen gar nicht, dafür Siesta Key bei jedem Vorschlag auftaucht. Nun, uns hat es am Besten auf Siesta Key und überhaupt nicht in Miami gefallen. Wer tagsüber Strandleben und Nachts High Life sucht, dem empfehle ich zwei Wochen Pauschalurlaub in South Beach in Miami zu verbringen, denn hier trifft sich die Welt. Wer das entspannte Karibikflair sucht, wird sich auf Siesta Key wohlfühlen.

Bei einer Rundreise von nur 2 Wochen reduziert sich der Erholungswert rapide. Allein eine Woche braucht man, um die Zeitumstellung zu verkraften, und wenn man sich in der zweiten Woche gerade eingelebt hat, muss man sich in Deutschland zurück schon wieder umstellen. Um beides, also Erholung und Besichtigung zu vereinen, wäre es überlegenswert, die vorgeschlagene Rundreise auf ein Minimum zu reduzieren, und nur wenige Orte zu suchen, von denen Tagesausflüge unternommen werden können. (TOP)

Metropolen am Atlantik

Miami

Wer nicht in Miami war, war nicht in Florida, so hört man es hin und wieder. Das ist richtig, wenn man zur Spaß und Life Style Generation gehört. Meine Meinung ist, wer nicht in Miami war, hat auch nichts versäumt.

In den 90gern des letzten Jahrhunderts war Miami ein gefährliches Pflaster. Viele Touristen sind dort Opfer von Straßenräubern geworden. Deshalb lief uns ein leichtes Kribbeln über den Rücken, als wir eines Morgens von Ft. Lauderdale aus kommend über die I75 nach Miami Beach in der allmorgendlichen rush hour fuhren, nein, in einem Meer von Blechlawinen schwammen und natürlich die falsche Abfahrt erwischten. Auch unser Ziel, den Bayfront Park zu erreichen, verfehlten wir nur knapp an diesem sonnigen Morgen und stellten unser Auto in irgend einem bewachten Parkhaus ab. Direkt in diesem Bayfront Park sollte ein großer Einkaufsmarkt zum Bummeln einladen und von hier aus sollten Sightseeing Touren nach Miami Beach oder Miami Downtown starten. Den Einkaufsmarkt fanden wir sofort, genauso wie eine geschlossene Touristen Information ohne Hinweis der Öffnungszeiten. Die Touristen-Bushaltestellen fanden wir nicht.

Morgens um 9:30 Uhr waren die Straßen hier menschenleer. Wenige Schritte hinter dem Parkhaus standen so eine Art Markthallen über zwei Etagen, zu allen Seiten offen. Die einzelnen Geschäfte waren zum größten Teil mit eisernen Toren verrammelt. Nur hier und da schloss gerade jemand auf. Wir waren eindeutig zu früh hier. Wenigstens hatte das Hard Rock Cafe schon geöffnet.

Inzwischen war es fast halb elf Uhr geworden, die Touristen Information hatte immer noch geschlossen, Sightseeing Busse waren nicht in Sicht. Wir hatten uns auch gar nicht touristisch vorbereitet, wir wollten ja an einer geführten Tour teilnehmen. Aus lauter Verzweiflung entschlossen wir uns, eine Fahrt mit dem Metromover durch Downtown zu unternehmen.
Wir liefen vom Bayfront Marketplace in westlicher Richtung die NE 4th Street ca. fünf Minuten Richtung Downtown und fanden dort die Haltestelle Collage/Bayside des Metromovers. Mit diesem computergesteuerten, Gummiräder bereiften endlos fahrenden Hochbahnwagen, kann man zwischen einer Nord- oder Südschleife wählen, die alle 90 Sekunden durch Downtown Miami fahren. Berauschend war die Fahrt nicht gerade; die modernen fahrerlosen Wagen rumpelten auf den Stahlbetonschienen eben nur durch Downtown Miami, von Station zu Station. Die Fahrt kostete ein paar Cent.

Mit dem Auto fuhren wir anschließend bei guter Ausschilderung auf die Downtown vorgelagerte Insel, nach South Beach, dem Stadtteil von Miami Beach, in dem der Art Deco District liegt. Man möge uns für Architekturbanausen halten, doch die immer wieder und überall gepriesenen denkmalgeschützten Häuser aus den 30gern des letzten Jahrhunderts, an verkehrsreichen Straßen um den Ocean Drive gelegen, sprachen uns nicht sehr an. Wir folgten dem Ocean Drive weiter nach Norden, der irgendwann zur A1A wird. Kilometerlang standen Hotels rechts und links der Straße. Eines größer als das andere. Betonsilo an Betonsilo. Dagegen ist El Arenal ein Dorf. Wir freuten uns auf das gemütliche Fort Lauderdale. (TOP)

Fort Lauderdale

Fort Lauderdale ist eine weitläufige Großstadt, durchzogen von vielen Kanälen. Sie wird deshalb auch als das Venedig Floridas bezeichnet und sie rühmt sich als das Yachtzentrum der Welt. Man lernt die Stadt am Besten vom Wasser aus kennen. Eine solche Fahrt, z.B. mit der Jungle Queen, die vom Ocean Drive aus startet, sollte man schon unternehmen.

Die Jungle Queen ist eine Art Raddampfer ohne Rad mit Dieselmotor, in 2 Etagen stehen rechts und links der Reling etliche Reihen Gartenstühle. Fenster gibt es nicht, alles ist offen. Die Rundfahrt dauert 2-3 Stunden auf den Kanälen der Stadt. Sie führte an schmucken, teuren Villen und Motorjachten der Reichen vorbei. Der Skipper erging sich mit monotoner Südstaatenstimme unablässig in der Aufzählung, wem jene Villa gehört, womit dieser sein Geld gemacht hat und welche Daten die gerade zu sehende Jacht aufweist. Phantastische subtropische Gärten rundeten das Bild ab. Unendlich viele Klappbrücken brachten den Straßenverkehr über uns zum Stillstand, wenn das Schiff zu groß für die Brücken war. Schiffe haben hier Vorfahrt. Nach einer guten Stunde erreichte die Jungle Queen eine (natürlich nur für Touristen hergerichtete) Insel, auf der ein Indianerdorf vom Stamme der Seminoles zu besichtigen war. Als Höhepunkt sahen wir einen Ringkampf eines Indianers mit Alligatoren Die Alligatoren waren jedoch so schläfrig und satt, dass sie sich von dem kampfbereiten Eingeborenen überhaupt nicht beeindrucken ließen. So machte er ein wenig mit den schläfrigen Krokodilen herum. Die Amerikaner waren begeistert. Nachdem sich dann alle Abenteurer mit Popkorn, Cola und Hot Dogs gestärkt hatten, ging die Fahrt denselben Weg zum Anlegesteg zurück. Man muss es aber mal gesehen haben.

Allen Reiseführern kann man Hinweise auf Shopping Center entnehmen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die meisten Verfasser ihr Wissen nur aus Reiseführern haben. Rund um den Las Olas Boulevard stand lapidar in einem der Reiseführer. Der La Olas Boulevard ist mindestens 20 Meilen lang.
Die richtige Zeit für Shopping ist ab 12 Uhr mittags. weil dann die Hitze und die Luftfeuchtigkeit unerträglich wird. Sawgrass Mills, W 341 Sunrise Blvd. ist wohl mit die größte überdachte und klimatisierte Einkaufs-Mall der Welt. Trotzdem muss man aufpassen, dass man nicht daran vorbeifährt. Ein Hinweis in Form eines offenen Krokodilmauls zeigte an, hier ist Sawgrass Mills. In der Ferne tauchte ein einstöckiger schier endlos langgestreckter Betonklotz auf, umsäumt von palmenbestandenen riesigen Parkflächen mit hier und dort geparkten Autos. Die Parkfläche war wiederum umsäumt von einer palmenbestandenen 4 spurigen Ringstraße. Das sollte ein Einkaufszentrum sein ? Keine Schaufenster, nur Beton, an dem hier und da riesige Werbetafeln evtl. auf ein Shopping Center schließen ließen. Alle paar hundert yards unscheinbare Eingänge. Nach ein paar weiteren Meilen auf diesem Ring, entschlossen wir uns, den nächsten Eingang zu nehmen.

Innen fanden wir eine überdachte, klimatisierte, laute und glitzernde Einkaufswelt. So etwas kann es nur in Amerika geben. Laden an Laden rechts und links der Gänge, hell und leuchtend, berieselt von dezenter Musik im Hintergrund; ja, hier möchte man sein Geld ausgeben. Alle paar hundert yards standen auf großen Flächen Tische und Stühle und in den Küchen wie McDonalds, Burger King, Pizza Hut, chinesischer, griechischer, japanischer Fast Food Küche konnte man sich stärken. Etwas anderes als Fast Food gibt es in den USA sowieso nicht. (TOP)

Die Atlantikküste hinauf

Ft. Lauderdale By The Sea

Wenige Autominuten nördlich vom Zentrum Ft. Lauderdale liegt Ft. Lauderdale By The Sea. Man gelangt unmerklich hier hin, denn die Orte gehen in einander über. Der einzige Unterschied ist, dass die Hotel- und Motelanlagen im Gegensatz zu Ft. Lauderdale hier wieder direkt am kilometerlangen Strand liegen. Im Unterschied zu Miami gibt es hier keine Hotelsilos, die Hotels sind kleiner. Aber ein Hotel reiht sich an das andere, oft nur getrennt vom Swimmingpool. Die Preise sind hier günstiger, obwohl die Hotels nicht unbedingt schlechter sind, als im Zentrum Ft. Lauderdale. Viele Restaurants und Bars vermitteln den Eindruck gemütlicher, relaxter Urlaubsatmosphäre. (TOP)

Deerfield Beach

Folgt man von Ft. Lauderdale By The Sea aus der A1A Richtung Norden, passiert man u.a. den Badeort Pompano Beach und man kommt in immer feiner und eleganter werdende Wohngegenden nach Deerfield Beach. Doch auch die eleganten Hotels und Resorts können preislich interessant sein, fragt man bei der Buchung nach special rates und reist in Floridas Nebensaison. Auch die Bebauung ist nicht mehr so dicht, sie wechselt sich mit tropischen Parks und Golfplätzen ab. Allerdings reduziert sich auch die Anzahl der Restaurants und Bars und man ist schon auf das Hotelangebot angewiesen. (TOP)

Weiter bis Cape Canaveral

Weiter auf der A1A liegt hinter Deerfield Beach gleich Boca Raton, ein eleganter Ort in dem Steffi Graf einmal gewohnt hat. Man passiert Delray Beach und erreicht irgendwann West Palm Beach, wo heute noch viele Prominente, wie z.B. Howard Carpendale, ihre Häuser in einer wunderschönen subtropischen Landschaft haben, kann man gemütlich, oft direkt am Atlantik unbeschreiblich schöne Aussichten genießen.

Ca. 100 Meilen nördlich von Ft. Lauderdale liegt der Ort Vero Beach an der Atlantikküste. Ein 45 Meilen langer, fast menschenleerer wunderschöner Strand lädt hier zum Baden, Joggen oder Walking ein. Sonst aber ist hier der Hund begraben. Wer einen der Ruhe und Abgeschiedenheit ohne Touristenattraktionen sucht, der ist hier richtig. Ein paar Hotels und Motels verlieren sich hinter dem Strand. Viel subtropische Vegetation, viele teure Villenviertel befinden sich in Strandnähe. Das ganze liegt auf einer Art langgestreckten, wenige hundert Meter breiten Insel, die vom Festland durch den Indian River getrennt und mit einigen Brücken verbunden ist.

Im Herbst 2004 ist Vero Beach von einem der vielen Hurrcanes heimgesucht worden. Über Bekannte habe ich erfahren, dass viele Häuser und die vielen schönen Strände zerstört wurden und unzugänglich sind. Nur der Hauptstrand, der direkt am Ende der SR60 liegt, ist noch einigermaßen nutzbar. 

An Melbourne vorbei, das über einen größeren Flughafen verfügt, gelangt man irgendwann nach Cocoa. Lt. dem Baedaecker Reiseführer ist Cocoa eines der schönsten Städte an der Atlantikküste mit einem reizvollen Zentrum. Nach etwas Suchen fanden wir den Ort auch, weil die Amerikaner es vermeiden, Städtenamen auf Ortseingangsschilder aufzustellen. Meist erkennt man an der Häufung von Fast Food Ketten, dass man sich in einem Ort befindet. Aber die von Baedaecker Reiseführer müssen ein anderes Cocoa gemeint haben als das, in dem wir vermeintlich dafür hielten. (TOP)

Cape Canaveral

Cape Canaveral liegt in einem Sumpfgebiet auf einer dem Festland vorgelagerten, dem Publikum abgeschirmten Insel. Man muss den Abzweig zum Visitor Center nehmen, um nicht plötzlich vor einer Rakentenabschußrampe zu stehen. Zum Besuchsbereich führt ein 4 spuriger Highway auf eine Art Halbinsel. Rechts und Links der Straße sind Sümpfe mit scheinbar müde herumliegenden Alligatoren. Hier braucht man keine Zäune aus Angst vor Spionen, das erledigt sich durch die Sümpfe von selbst.

Nach dem Erreichen des Parkplatzes des Kennedy Space Center Spaceport sollte man schnurstracks, so wie es die Reisführer empfehlen, zu den Ticket Pavillons laufen. An den Kassenhäuschen gibt es u.a. die Eintrittskarten für die IMAX - Kinos und die Busfahrkarten für die Rundfahrt auf dem Kennedy Space Port, das ist mit dem Privat-PKW nicht möglich. Im Vergleich zu manch andern Eintrittspreisen kommt man hier sehr günstig weg.

An einer Art Busbahnhof, den Bus Boarding Gates, fahren alle 15 Minuten große klimatisierte Doppeldecker Reisebusse für eine gut zweistündige Besichtigungstour durch das Kennedy Space Center ab. Um das in Deutschland übliche Gedrängel beim Einsteigen zu vermeiden, werden an den Kassenhäuschen die Bustickets für einen bestimmten Bus zu einer festen Abfahrtszeit verkauft. Wer die versäumt, hat Pech gehabt. Das gleiche Verfahren wird auch für die Kino Eintrittskarten praktiziert. Wer also rechtzeitig am Morgen kommt, bekommt auch rechtzeitig die Bustour und das Kino. Bucht man beides zusammen, ist die Kinozeit natürlich auf die Rückkehr von der Bustour abgestimmt.

Während der Fahrt wurden wir über alle Besonderheiten an der Strecke aufmerksam gemacht; natürlich nur in Englischer Sprache. Nach kurzer Fahrt ließ man uns am Missions Kontrollzentrum aussteigen, wo die ersten Mondlandungen kontrolliert wurden. Eine Videoshow auf zwei Leinwänden führte das uns aus der Jugend bekannte Mondlandeunternehmen noch einmal mit lautem Getöse vor, nicht zuletzt auch die stolze Ansprache des damaligen Präsidenten J. F. Kennedy. Wenn man die, aus heutiger Sicht primitiven Computer sieht, kann man erahnen, welcher Abenteuergeist und Idealismus, aber auch welche Leistungen damals für solch ein Unternehmen erforderlich waren. Und man muss sich wundern, dass alle vom Mond wieder zurückgekommen sind.
Nach der Show konnten wir die Raumkapsel und die Mondfähre besichtigen, mit die ersten Menschen zum Mond geflogen und im Juli 1969 auf dem Mond gelandet waren. 

Die Bustour führte weiter an den Raketenabschußrampen, am Vehicle Assembly Building vorbei, dem größt volumingen Gebäude der Welt. Hier werden die Raketen und Space Shuttle auf riesige Kettenfahrzeuge montiert von dem aus sie auf einer ca. 2 Meilen langen Trasse zu den Abschussrampen transportiert werden. Auch die Abschussrampe des Space Shuttle kann man sehen, wenn nicht gerade ein Start ansteht.

Beeindruckend war die Besichtigung der Welt größten Rakete: Die Saturn V, 111 Meter lang lag in einzelnen Stufen zerlegt in einer Halle zur Besichtigung. Steht man davor, kann man es nicht fassen, das solch ein Monstrum überhaupt vom Boden weg kommt, und schon gar nicht ins Weltall fliegen kann. Genauso unglaublich erscheint, dass an der Spitze der Rakete auch noch die im Vergleich winzige Raumkapsel der Astronauten befestigt war.

Beeindruckende Filme im Zusammenhang mit der Raumfahrt und phantastischen Bildern aus dem Raum mit Blick auf den blauen Planeten Erde erwartete uns im IMAX Kino.

Draußen war es mittlerweile heiß und schwül geworden. Der Himmel bezog sich mit Gewitterwolken. Wir mussten uns beeilen, denn wir hatten noch den Rocket Garden zu besichtigen. In dem Freigelände standen und lagen alle Raketentypen, die irgendwann einmal von hier aus gestartet waren. Auch einen außer Dienst gestellten Space Shuttle haben wir besichtigen können. In den auf dem Gelände befindlichen Pavillons waren Museen und Ausstellungen untergebracht. Hier konnten wir uns echtes Mondgestein, das in Glasvitrinen ausgestellt war, ansehen, genauso wie authentische Raumfahrzeuge. Leibhaftig haben wir Mr. Buzz Aldrin gesehen, einen der ersten Menschen, die 1969 auf dem Mond gelandet sind. Leider waren die Gebäude am Nachmittag, wohl auch wegen des angenehmen Klimas, sehr überfüllt. (TOP)

Die Golfküste

Tampa

Auf der östlichen Seite der Tampa Bay liegt Tampa. Mit Kindern unterwegs ist sicherlich Adventure Island, ein riesiger Wasserpark, oder Bush Gardens, ein Vergnügungspark im Stile des Schwarzen Kontinents aufgemacht, ein Anziehungspunkt. Hier tummeln sich neben den vielen Besuchern  mehr als 500 verschiedene afrikanische Tierarten. Allerdings muss man gut bei Kasse sein, wenn man den Eintritt bezahlen möchte. Als Trostpflaster bekommen die über 21jährigen dafür ein Freibier der Anheuser Brauerei, die diesen Park unterhält.

Bei einem Ausflug 2005 nach Tampa besuchten wir Downtown Tampa und Ybor City. Gleich neben den Cruise Terminals, an dem die riesigen Kreuzfahrtschiffe anlegen, befindet sich ein kleines Shopping Center in deren Innenhof man gemütliche Cafes findet - das ist für Florida schon etwas Besonderes- und das Florida Aquarium. Man kann gegenüber in einem Parkhaus seinen Wagen abstellen, um z.B. mit dem Streetcar, einer alten Straßenbahn, nach Ybor City zu fahren. Die meist aus dem 19.Jahrhundert stammenden restaurierten roten Backstein Hafen- und Wohngebäude bilden eine Art Museumsstadt. Doch es ist eine lebendige Museumsstadt, denn in den Gebäuden findet man modern eingerichtete Shopping Center und Food Courts. Muss man halt mal gesehen haben. (TOP)

St. Petersburg / St. Petersburg Beach

St. Petersburg liegt westlich der Tampa Bay. Von Tampa aus kommend erreicht man den nördlichen Teil von St. Petersburg über die Tampa Bay auf der I275 oder von Süden kommend auf der I275 über den Sunshine Skyway. Diese imposante und sehenswerte Brücke über die Tampa Bay ist zollpflichtig, in 2005 kostete eine Fahrt 1$ pro Auto. Sie kürzt den Weg von und nach Sarasota / Bradenton im Süden erheblich ab. Den einen Dollar haben wir gerne bezahlt, denn die Fahrt über die ca. 5 Meilen lange Brücke ist ein Augenschmaus, egal in welche Richtung man fährt.
Karte Sunshine Skyway Möchte man nach St. Petersburg Beach, muss man sich auf der I275 nach dem Verlassen der Brücke rechtzeitig auf die linke Spur einordnen, denn der Abzweig auf den Pinellas Bayway ist nur von der linken Spur erreichbar. An der nächsten Ampel gleich wieder links kommt man nach kurzer Fahrt an die nächsten Zollhäuschen. Für 50 Cent darf man die Brücke über den Intracoastal Waterway benutzen und man fährt direkt auf das bekannte rosafarbene First Class Hotel Don Cesar zu. Hier beginnt sozusagen St. Petersburg Beach.

Auf der State Road 699 kann man ca. 40 nach Norden direkt an der Golfküste bis Clearwater Beach fahren. Direkt bedeutet, man sieht den Golf nur manchmal zwischen den am Strand stehenden Hotels. St. Pete Beach, wie die Einheimischen den südlichsten Küstenabschnitt nennen, zeichnet sich durch gute Mittelklassehotels auf der Golfseite, sowie vielen Restaurants und Einkaufmöglichkeiten auf der Bayseite aus. Hier findet man z.B. das Sirata Beach Hotel, das runde Holiday Inn, das Howard Johnson Resort und ein Best Western Hotel, nur um die bekanntesten zu nennen.  Alle liegen an einem ca. 3 Km langen Strandabschnitt. Nebenbei bemerkt, dieser Strandabschnitt ist nicht bewacht. Wer nicht unbedingt High Life sondern gediegenen American Way of Life sucht, ist hier richtig. An den Wochenenden lassen die Amis hier zwar auch die Sau raus, aber es hält sich alles in Grenzen.

Weiter nördlich folgen rund zehn weitere Strandabschnitte wie z.B. Treasure Island, Madeira Beach oder Belleair Beach. Hier wechseln sich Billighotels mit entsprechender Infrastruktur und mehr oder minder feine oder nicht so feine Appartementanlagen, direkt am Strand gelegen, ab. Die SR 699 endet in Clearwater Beach. Wer das Flair von Mallorcas El Arenal auf amerikanisch liebt, ist hier gut aufgehoben. The Pier Man wohnt in riesigen Stahl und Betonklötzen direkt am Strand. Und hier ist nicht nur am Wochenende High Life, sondern jeden Tag.

Downtown St. Petersburg bietet eine kleine Fußgängerzone. Für den kulturellen Teil bietet sich das Dali Museum an, das die größte Sammlung des surrealistischen Künstlers bietet. Sehenswert ist The Pier, ein eine auf dem Kopf stehende Gebäudepyramide am Ende eines Piers in der Tampa Bay. Es beherbergt u.a. Restaurants, ein Shopping Center und ein Aquarium. (TOP)

Sarasota/Siesta Key

Mit der Reise nach Siesta Key, einer im Golf von Mexiko Sarasota vorgelagerten Insel, begann bei jedem unserer Reisen der Erholungsurlaub. Siesta Key ist die südlichste Insel vor Sarasota. Im Gegensatz zu den anderen Inseln Longboat Key, Lido Key war Siesta Key in den 90gern eine weniger populäre Ferieninsel. Wir empfanden sie als die schönste für unseren Urlaub. Sie wird in der Nord-Südrichtung durch die 2 spurige Siesta Key Hauptstraße geteilt. Am Golf von Mexiko stehen abwechselnd weitläufige Hotels und Bungalowanlagen. Der Strand ist der weißeste auf der Welt und der Sand ist so fein wie Mehl. Der Golf schimmert in Strandnähe smaragdgrün und wird immer blauer, bis er sich tiefblau mit dem Horizont vereint. Wenn man Glück hat, kann man Delfine springen sehen und wenn die roten Fahnen aufgezogen werden, können Haifische in Strandnähe sein.

Nun, die Natur ist bei einem Besuch in 2005 noch unverändert geblieben, doch die Schönheit der Insel ist nun auch von den Amerikanern entdeckt worden. Massenhaft schieben sich lange Autokolonnen auf der Midnight Pass Road entlang. An den Wochenenden sind schon morgens um 10 Uhr die Parkplatze an der Public Beach überfüllt und an dem immer noch so weißen Strand bekommt man kaum ein Bein auf die Erde. Aus der Traum vom Karibik Flair.

Auf der Bay-Seite der Midnight Pass Road wechseln sich ebenso Hotels und Bungalowanlagen ab. Ein Bootsanleger ist obligatorisch. Der Intracoastal Waterway trennt die Insel vom Festland. Zwischen den Ferienanlagen grünt und blüht üppige subtropische Vegetation. Der nördliche Teil der ungefähr 15 km langen Insel ist breiter. Souvenirshops, kleine Drugstores und Restaurants und Bars, wo man sich abends trifft, vervollständigen die Insel genauso wie die eigentliche Siedlung Siesta Key. Da jedes Hotel seinen eigenen Privatstrand hat, befindet sich ungefähr in der Mitte der Insel die große Public Beach mit entsprechenden Parkplätzen für alle Besucher. Von hier sind es nur wenige Schritte über den mit Palmen bewachsenen mehligen weißen Strand bis zum leicht plätschernden Wasser des Golf. Der Strand ist so lang, dass sogar Sonntags maximal nur zwei Reihen Strand- oder Liegestühlen das Wasser säumten. 

Wer sich nicht gerade im warmen Badewasser des Golf  treiben lässt, kann sich der Beobachtung der Strandjogger oder ankommender Amerikaner hingeben. Mit drei Griffen stellten sie ihre Strandstühle und Sonnenschirme auf, schalteten das Kofferradio mit einem laufenden Base Ball Spiel ein, pflanzten sich in die Stühle mit dem gleichzeitigen Griff in die mitgebrachte Kühltasche mit den Sandwiches und den Coladosen und vertilgten alles. Anschließend schmierten sie sich dick mit Sonnenschutzmitteln ein und wateten weiß eingetüncht ins Wasser. Nach dem Bad im Wasser folgte wieder der Griff zur Kühltasche mit den Sandwiches und den Coladosen um den Rest zu vertilgen. Die Frauen und älteren Männer nahmen danach ein Bad in der Sonne, bis sie entweder braun waren oder es vor Schmerzen des Sonnenbrandes nicht mehr aushielten, die Jugend und die jungen Männer suchten ihre Baseball Schläger und spielten ihr Match zwischen den Liegestühlen der anderen Strandbesucher, von den Frauen bewundert. Sogar die kleinsten mit ihren dicken Windeln am Po spielten schon mit und trafen sogar den Ball mit dem Schläger. Kinder werden übrigens nur in den Kindergarten aufgenommen, wenn Paps ihnen außer Angeln und Schießen auch das Base Ball Spiel beigebracht hat.

Um 12 Uhr mittags wurde es so schwülwarm, dass auch das laue Lüftchen vom Meer die Schweißperlen nicht mehr vom Körper trocknen konnte. Der Hunger stellte sich langsam ein und so ist es an der Zeit für den Lunch. Nach zehn Minuten Fahrzeit erreichten wir die US 41 in Sarasota, an der unzählige Fast Foodketten wie Friday`s, Pizza Hut, McDonalds, Burger King usw. aufgereiht waren.

Das kulturelle Angebot in Sarasota ist sehr vielfältig. Im John & Mable Ringling Museum of Art hat der gleichnamige Zirkusbesitzer und in den 20gern des letzten Jahrhunderts reichste Mann der Welt, seine in vielen Ländern gesammelten Kunstschätze in einer Ausstellung zur Verfügung gestellt. Man kann auch sein Wohnhaus, um nicht zu sagen Palast, von innen besichtigen. Der Palast ist direkt an der Sarasota Bay gelegen. Auf der Terrasse kann man sich nach der Führung in bequeme Terrassenmöbel fallen lassen und die unbeschreiblich schöne Aussicht über die Tampa Bay bis hin nach Longboat Key genießen. Im Bellm's Cars & Music of Yesterday kann man Oldtimer und historische Stücke aus der mechanischen Musikwelt begutachten. Im Botanical Garden kann man mehr als 20.000 tropische Pflanzen und im Jungle Gardens sind tropische Flora und Fauna zu besichtigen. 

Downtown Sarasota kann an den Wochenenden sehr reizvoll sein, denn dann bekommt man vielleicht einen Parkplatz und kann gemütlich unter schattenspendenden Bäumen an den kleinen Geschäften auf der Main Street entlang schlendern. Wenn dann auch noch Flohmarkt auf der Main Street ist, dann fühlt man sich beinahe wie zu Hause.(TOP)

Ft. Myers / Sanibel Island

Fort Meyers hat nicht viel zu bieten. Wir wohnten im nahegelegenen Cape Coral in einer Villa mit Swimmingpool, die wir von einem deutschen Besitzer gemietet hatten. Den landschaftlich schöneren Urlaub kann man auf den vorgelagerten Inseln Sanibel & Captiva Island verbringen. Die Inseln sind mit einer schmalen Brücke mit dem Festland verbunden. Hotels und Resorts liegen oft direkt am Strand. Im Inselinneren gibt es Feuchtgebiete mit Alligatoren, Mangroven und man ist auch tagsüber der Verfolgung durch Moskitos ausgesetzt. Nicht zuletzt sind hier und dort Parkplätze angelegt, von denen man aus Zugang - durch die Feuchtgebiete - zu einsamen und malerischen Stränden hat, von denen es gut 30 Km gibt. (TOP)

Naples

Naples, die südlichste Stadt am Golf von Mexiko war bis vor einigen Jahren den gutbegüterten Pensionären vorbehalten. Dementsprechend geht es auch heute noch ruhig und  nobel zu. Auf einem mehrere hundert Meter in den Golf hineinragenden hölzernen Pier trifft man Angler und Pelikane. Zoologische und botanische Gärten runden das Bild der tropischen Natur ab. Weiter südlich beginnt der Übergang in die Everglades. Von hier führt auch die Interstate 95, besser bekannt als die Alligator Alley gegen Gebühr quer durch die Sümpfe nach Fort Lauderdale, das man in ca. 2 Stunden erreicht. (TOP)

Zentralflorida

Orlando

Gäbe es die Vergnügungspark in Orlando und Umgebung nicht, wäre Orlando wohl kein touristischer Anziehungspunkt. So besuchen wegen der Themenparks jährlich zig Millionen Menschen Orlando. Disney World, Sea World, die Universalstudios oder Cyprus Gardens sind die größten Anziehungspunkte, nicht nur für Europäer sondern gerade für Amerikaner. Überall geht es laut, bunt, kitschig und hektisch zu, also typisch amerikanisch.

Wohnen kann man für teures Geld direkt in Disney World, man hat jedoch den Vorteil schnell und vor den anderen Besuchern im jeweiligen Park zu sein. Sonst wohnt man besser in einer Vorstadt Orlandos, wie z.B. in Kissimmee. Von hier aus fährt man ca. eine halbe Stunde bis in die Parks, vor denen riesige Parkplätze angelegt sind. Man muss sich seinen Parkplatz gut aufschreiben, sonst findet man sein Auto garantiert nicht wieder. Von hier fahren Shuttle zu Monorails, die wiederum bis zu den endlos erscheinenden Ticket Countern führen. Alle Entfernungen sind hier größer als man denkt. Es ist zu empfehlen rechtzeitig, so gegen 8:00 Uhr auf dem Parkplatz anzukommen, wenn man keine Eintrittskarten hat. Möchte man mehrere Parks besuchen, kann es sogar Sinn machen zu Hause im Reisbüro Hopper Pässe zu kaufen, die sind etwas günstiger. Die Parks öffnen i.d.R. um 9:00. Spätestens ab 11:00 Uhr heißt es dann Schlage stehen für die Attraktionen. (TOP)

Disney World

Walt Disney World ist wahrhaftig eine eigene Welt. In ihr gibt es die vier großen, in sich abgeschlossenen Themenparks  Magic Kingdom, Epcot Center, Disney MGM Studios und Disney's Animal Kingdom. In diese Parks strömen Tag für Tag mehrere hunderttausend Menschen. Mit einem besonders starken Massenandrang muss man in den Sommermonaten, Ende November (Thanksgiving Day), um Weihnachten und Ostern und im Frühjahr, wenn die Colleges Ferien haben, rechnen. 

Für jeden Themenpark muss man separat Eintritt bezahlen, und zwar nicht zu wenig. Wer mehrere Tage hier ist, für den ist ein Hopper Pass günstiger. Man schafft an einem Tag einen Themenpark, wenn die Warteschlangen vor den Attraktionen nicht zu lang sind. Für die gerade angesagten Attraktionen muss man auch schon mal 2 Stunden in der Warteschlange einplanen. Um das riesige Areal Disney Worlds herum haben sich weitere viele kleine Parks und Attraktionen angesiedelt, so dass es einem nie langweilig wird.

Ein gewisses Unwohlsein hatten wir beim Besuch von Sea World und Animal Kingdom im Mai 2005. Die Eintrittskarten wurden auf den Namen ausgestellt und an den am Eingang aufgestellten Drehkreuzen wurden von Zeige und Mittelfinger Fingerabdrücke genommen. Bei den Amis weiß man ja nie, aber diese Aktion gehörte nicht zu irgendwelchen Showeinlagen.Was die mit den Daten machen, wer sie auswertet, wie lange sie gespeichert werden und ob sie beim nächsten Besuch in den USA mit der Einwanderungsbehörde abgeglichen werden: Ich weiß es nicht.

Es ist unbedingt empfehlenswert sich vor dem Besuch der Parks kundig zu machen, wie man hinkommt, welche Attraktionen man sehen möchte und welche nicht. Die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen. Am Besten wohnt man in Kissimmee in einem guten Hotel, damit man sich Abends die Füße pflegen kann, um dann in der Dunkelheit an Special Events teilzunehmen oder einfach nur einem Feuerwerk zuzuschauen. (TOP)

Sea World

Ein lohnenswerter Ausflug ist der Besuch von Sea World in Orlando, dem größten Meerespark der Welt. Es gibt jeden Tag viele Shows rund um die Bewohner der großen Meerwasser-Bassains zu sehen. Unser erster Anlaufpunkt war das Shamu Stadium. Wir hatten das Glück, ca. eine halbe Stunde vor Showbeginn anzukommen, so konnte wir uns einen guten Platz sichern; oberhalb der Splash Area, aber nicht zu hoch auf den Tribünen. Obwohl, bei der Hitze nahmen viele Leute, vielleicht aber auch aus Unkenntnis, innerhalb der Splash Area platz. Was eine Spash Area ist ? Nun, das ist der Bereich, in dem man eine kalte Dusche aus dem Wasserbassin bekommt, wenn der Killerwal Shamu am Bassinrand entlangschwimmend, kräftig mit seiner Schwanzflosse das Wasser aus dem Bassin auf die Tribünen schaufelt. Man wird selbstverständlich nicht vorgewarnt, wann das passiert. 

Nach über 10 Jahren waren wir in 2005 noch einmal hier. Inzwischen werden die Zuschauer eindringlich auf die Splash Area hingewiesen, wahrscheinlich um Schadensersatzklagen der Leute entgegenzuwirken, deren empfindliche teuere Kameras durch das Meerwasser schaden nehmen könnten. Auch Shamu ist 10 Jahr älter geworden und nicht mehr so agil wie früher. Seine Nachkommen brauchen noch etwas Training, sie sind noch sehr jung.

Vor der eigentlichen Show wird die Wartezeit dadurch verkürzt, indem auf einer riesigen Filmleinwand ein Quiz um die Show und die Tiere abläuft: Ein Kameramann richtet die Kamera auf das bereits sitzende Publikum, das in der Regel nicht weiß, wen sich die Kamera aussucht. Die Kamera hält oft auf Personen, die gerade herzhaft gähnen, mit dem Zeigefinger in der Nase popeln oder ähnliches. Im Mai 2005 wurde auch auf der Großbildleinwand in einem Irak-Werbefilm den amerikanischen Helden für ihren selbstlosen Einsatz gedankt. Und die Zuschauer im Stadion dankten es ihnen durch tosenden Applaus. Der kurze Streifen ist so angelegt, dass man sich am liebsten sofort freiwillig melden möchte, um den armen Menschen im Irak die wunderbare amerikanische Demokratie zu bringen. (TOP)

Universal Studios

Der Unterschied zu dem Disney MGM Studios erklärt sich schon im Namen. Während in den MGM Studios mehr auf Disney Themen Bezug genommen wird, tritt bei den Universal Studios mehr Action in den Vordergrund: Als wir in den Studios waren gab es Shows um den Weißen Hai, King Kong, Twister, oder Zurück in die Zukunft. Einen aktuellen Themenüberblick kann man sich sicherlich auf den den Internetseiten der Studios verschaffen. Es lohnt sich. (TOP)

Der Süden Floridas

Everglades Nationalpark

Wir haben den Everglades Nationalpark bisher nicht besucht, weil wir immer im Sommer in Florida waren. Die beste Reisezeit in die Everglades ist der Winter, bis höchstens März/April. Außerhalb dieser Reisezeit gehört den Moskitos dieses Gebiet. Um die Sehenswürdigkeiten genießen zu können empfehle ich für weitere Einzelheiten die gängigen Reiseführer. (TOP)

Key West

Von Miami fährt man rund 230 Km über 42 Brücken und eine Reihe von Koralleninseln zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Golf von Mexiko bis nach Key West. Hier befindet man sich max. 2 Meter über dem Meeresspiegel. Aber auch das Meer ist teilweise in Hunderten Metern Entfernung nicht viel tiefer, deshalb sind u.a. auch Badestrände rar auf der Insel. Hier lebt ein seltsames Völkchen, doch man lässt sich von dem karibischen Flair sehr leicht anstecken. Viele Künstler und Schriftsteller findet man hier, und genauso viele Bars, in denen sie ihr spärlich verdientes Geld schnell wieder in karibische Drinks oder Bier umsetzen. Die bekannteste Bar ist wohl Sloppy Joe's Bar, in der Ernest Hemmingway seinen Durst gelöscht hat. Auch sein Wohnhaus kann man für gutes Geld besichtigen, besser gesagt, man wird von den Touristenmassen durchgeschoben; von denen besuchen ca. 3 Millionen jährlich die Insel.

Die Old Town ist der Anziehungspunkt und Treffpunkt der Einwohner und Touristen. Spätestens eine Stunde vor Sonnenuntergang muss man sich einen Platz sichern, um den Sonnenuntergang zu beobachten, der her jeden Tag zelebriert wird. Danach beginnt die Party auf den Straßen und in den Bars. Ein Foto mit dem angemalten Betonklotz des Southernmost Point of the USA ist obligatorisch, wenn auch die Ecke in der er steht nicht gerade sehr attraktiv erscheint.

Ein schönes Erlebnis hat man, wenn man auf eines der vielen Ausflugschiffe geht, die ungefähr eine Stunde aufs offene Meer hinausfahren, und dort in unsagbar schönen Korrallenbänken anhalten. Man kann hier in seichtem Wasser schnorcheln oder die bunte Vielfalt durch den Glasboden entsprechender Schiffe im Trockenen beobachten. Wir durften diese wunderbare bunte Welt in 1996 besichtigen. Ob es die Korallenbänke in ihrer Schönheit heute noch gibt, vermag ich nicht zu sagen. (TOP)

Schöne Routen

Miami - Key West

Zwischen dem Festland Floridas und der letzten und Insel der Florida Keys, Key West, erwarten den Reisenden 42 Brücken und ein Ausblick auf ein leuchtend türkis blau glitzerndes Meer. Dabei kommt man leicht ins träumen und möchte am liebsten auf einer der nächsten Inseln auszusteigen, sich ein kleines Boot nehmen, über das seichte ruhige Wasser schippern, vor Anker gehen und schwimmen und tauchen. Irgendwann erreicht man die Seven Mile Bridge, eine gut 7 Meilen schnurgeradeaus führende Brücke. Man muss für die Fahrt vom Festland, also von Key Largo bis Key West ca. 2,5 Stunden einrechnen

Als Fahrer sollten sie allerdings mehr auf die Straße achten. Sie ist oft einspurig in jeder Richtung, bietet kaum Überholmöglichkeiten, oft gibt es Geschwindigkeitsbeschränkungen mit Überwachung. Es herrscht fast immer starker Verkehr, so dass sich endlose Blechlawinen auf der einzigen Straße von und nach Key West quälen.  Dann muss man noch auf die Einheimischen achten, besonders auf die Truckfahrer und die jugendlichen mit ihren aufgemotzten Sportcabrios, die für ihre Landschaft keinen Blick mehr haben und einen in Grund und Boden fahren. (TOP)

Sarasota - Clearwater / St. Petersburg

In Sarasota sollte man die Brücke hinüber nach Lido Key nehmen und der Uferstraße auf Longboat Key folgen und bis hinauf nach Anna Maria Island fahren. Am Ende der Uferstraße kommt man über Bradanton wieder auf das Festland.  Von Palmetto ist es nicht weit bis zum Sunshine Skyway. Dieses Brückenbauwerk und die Anfahrt über die Tampa Bay bietet atemberaubende Aussichten hinüber auf St. Petersburg. Gleich am Ende der Brücke sollte man sich links halten und auf den Pinellas Bayway abbiegen. Man sollte auch einen Abstecher in den linker Hand gelegenen Fort de Soto Park machen. Hier muss man zwar wenige Cent Toll bezahlen, doch der Ausflug zum Fort de Soto wird mit herrlichen Aussichten belohnt. Nebenbei lernt man auch, wer der Herr De Soto war. Wieder Zurück zum Abzweig sollte man weiter Richtung St. Pete Beach fahren. Am rosafarbenen Luxushotel Don Cesar zuerst einen kleinen Abstecher nach links, zur Halbinsel Pass a Grillie. Zurück geht es dann auf der SR 699 an der Küste hoch bis Clearwater Beach. Wer noch Zeit hat, sollte sich noch weiter auf den Weg in den Norden machen. Dunedin ist ein Besuch wert und natürlich die hier oben vorgelagerten kleinen Inseln, wie z.B. die Hochzeitsinsel. (TOP)

Miami - West Palm Beach

Die dem Ufer nächste durchgängige Straße ist die A1A und damit ist sie auch die reizvollste. Sie führt in den Städten hinter der ersten Reihe der Strandbebauung entlang, oft aber auch direkt an der Strandpromenade. Außerhalb der Städte führt sie durch eine reizvolle subtropische Landschaft, oft mit dem freien Blick auf den Alantischen Ozean. In der Regel befindet sich der Durchgangsverkehr auf den weiter im Landesinneren parallel entlangführenden Highways der US 1 oder der I 95. Aus diesem Grunde ist hier ein entspanntes Sightseeing möglich. (TOP)

Sonstiges

Klima

In den Sommermonaten Juni, Juli, August herrscht tropisches Klima. Das bedeutet, die Temperaturen liegen tagsüber bei mehr als 32 Grad, oft ist es noch wärmer bei einer Luftfeuchtigkeit von mehr als 75%. Jeden Tag gibt es am frühen Nachmittag ein Gewitter. Zwischen Juni und November ist Hurricane-Saison. Wir erlebten, wie der Hurricane Bertha im Juli 1996 in nur 100 Meilen Entfernung an uns vorbei stürmte. Es beschleicht einen ein mulmiges Gefühl, wenn die Florida-Einwohner beginnen, ihre Häuser zu vernageln.

Im Mai hatten wir Temperaturen zwischen 26 und 28 Grad und eine Luft vergleichbar den Kanaren. Die Luftfeuchtigkeit hielt sich in Grenzen. In 2005 hat es weder geregnet noch war es gewittrig. (TOP)

Verkehr

In Florida ist das Autofahren teilweise noch reine Erholung. Rauf auf die Interstate, auf 65 Meilen/Stunde beschleunigen, Tempomat einschalten und am Ziel anhalten und entspannt aussteigen. Nur das lästige Lenken, das muss man noch selbst machen.

In den Ballungsräumen und zur Rushhour, nun da geht es schlimmer zu, als in Deutschland. Da der Normalamerikaner nicht autofahren kann, muss man höllisch aufpassen, dass man bei 75-80 Meilen/Stunde, ohne Abstand Stoßstange an Stoßstange fahrend sich auf der richtigen Spur befindend, an der richtigen Ausfahrt nicht vorbei fährt. Wenn doch, hat man entweder einen guten Orientierungssinn oder einen Autopiloten im Wagen. (TOP)

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